Die meisten Menschen wollen nicht vorrangig Autofahren, Bahnfahren oder Fliegen. Die verladende Wirtschaft ist nicht primär an fahrenden Lastkraftwagen, Zügen oder Schiffen interessiert. In beiden Fällen ist die Ortsveränderung das eigentliche Ziel: die Fahrt zur Arbeit oder in den Urlaub, der Empfang von Rohstoffen oder die Lieferung von Ersatzteilen.
Eine wirkungsvolle Verkehrspolitik und Verkehrsplanung kann sich auch nicht auf eine isolierte Betrachtung einzelner Verkehrsträger beschränken. Nur ein sinnvolles Miteinander der Verkehrsträger vermag die anstehenden Probleme zu lösen.
Wichtige Arbeitsbereiche des bmvit dienen der Abstimmung und Koordination der einzelnen Verkehrsträger:
Das österreichische Verkehrssystem ist geografisch ein zentraler Bestandteil eines europäischen Gesamtsystems. Die Entscheidungen zum Aus- und Umbau der Infrastruktur sind aufgrund der entstehenden Kosten und der Langfristigkeit der Infrastrukturnutzung von großer Tragweite. Das bmvit ist bestrebt, diese Entscheidungen fundiert aufzubereiten und eine klare Strategie für die Verkehrsinfrastruktur vorzugeben.
Aufgrund des hohen finanziellen Risikos sollten Verkehrsinfrastrukturinvestitionen nicht vom Zufall, Meinungen oder Behauptungen geleitet sein. Die hohen Investitionskosten und die mehrdimensionalen Ausprägungen der Wirkungen erfordern komplexe, wissenschaftlich fundierte Entscheidungshilfen.