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22 renommierte heimische Unternehmen haben sich auf Initiative von Innovationsministerin Doris Bures dazu verpflichtet, ihre Forschungsausgaben bis 2015 um 20 Prozent zu steigern.
Das ist ein Plus von 229 Millionen Euro. „Der Schulterschluss zwischen Wirtschaft und Staat bringt uns dem Ziel einer Poleposition in Forschung und Entwicklung entscheidend näher. Und das in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.“
Bereits im August haben elf heimische Technologieunternehmen bei den Alpbacher Technologiegesprächen die Deklaration „Innovationsland Österreich“ zur Förderung rot-weiß-roter Innovationen unterzeichnet. Sie haben sich verpflichtet, ihre Forschungsausgaben bis 2015 um ein Fünftel anzuheben. Diese Initiative der Innovationsministerin hat nun elf weitere Teilnehmer gefunden.
Die 22 Unternehmen, die am Mittwoch mit ihrer Unterzeichnung der Deklaration zur Steigerung der Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen verpflichtet haben, sind: Baxter, Bernecker+Rainer, Borealis, BRP-Powertrain, FACC, Fronius International, Knowles Electronics Austria, NXP Semiconductors Austria, Rosenbauer, Voestalpine und Wolford.
Und die ursprünglichen Unterzeichner: Infineon, Magna, Lenzing, KTM, Kiska, AT&S, AVL-List, Geoville, Doppelmayr, Marinomed, TTTech.
Die 22 beteiligten Unternehmen stehen für mehr als eine Milliarde Euro Forschungsausgaben pro Jahr. Sie repräsentieren damit mehr als ein Fünftel der gesamten Unternehmensforschung in Österreich und beschäftigen 80.000 Menschen in Österreich. Davon sind alleine in der Forschung und Entwicklung (F&E) 12.000 Menschen tätig.
Insgesamt werden die 22 Betriebe im Jahr 2015 1,4 Milliarden Euro in Forschungsprojekte investieren. Das ist eine Steigerung um 229 Millionen Euro.
„Innovation, Forschung und Entwicklung sind die kräftigsten Motoren für unsere Wirtschaft. Wir setzen genau auf diese Schwerpunkte, darum ist Österreich bis jetzt mit einer geringeren Arbeitslosigkeit und höherem Wirtschaftswachstum durch die Wirtschaftskrise gekommen“, betont Ministerin Bures.
Das bmvit hat die Investitionsausfälle der Wirtschaft bewusst kompensiert und zwischen 2008 und 2011 1,5 Milliarden Euro in F&E investiert. Das wird auch weiter forciert. Das sind – trotz Budgetkonsolidierung – um 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Bis 2014 steigt dieser Betrag jährlich um weitere 2,5 Prozent.
„Die öffentliche Hand und Unternehmen können gemeinsam das ambitionierte Ziel, erreichen, die Forschungsquote von gegenwärtig 2,79 Prozenten auf 3,76 im Jahr 2020 zu steigern“, erklärte Ministerin Bures. „Länder, denen es nicht gelingt, ihre Realwirtschaft wettbewerbsfähig zu halten, haben die größten Probleme. Erfolgreich sind Länder mit innovativem Unternehmenssektor, exzellenter universitärer und außeruniversitärer Forschung, mit einem differenzierten staatlichen Förderungswesen, funktionierendem Wettbewerb und Rechtssicherheit“, erklärt die Ministerin.
Deswegen ist es für die Ministerin so erfreulich, dass ihre in Alpbach begonnene Initiative „Innovationsland Österreich“ so viel Resonanz finde und sich die Wirtschaft ebenfalls zu mehr Forschung und Entwicklung verpflichte. Und sie betont: „Ich bin zuversichtlich, dass sich noch weitere Unternehmen dieser Initiative anschließen werden.“
Eine Untersuchung des Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) bestätigt: Forschungsintensive Unternehmen haben trotz Wirtschaftskrise geringere Umsatz- und Beschäftigungsverluste.
Das WIFO hat insgesamt 3.200 Unternehmen für den Zeitraum 2008 bis 2010 untersucht, und ist zu folgenden Ergebnissen gekommen: