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Millionenpaket für die Forschung

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Innovationsministerin Doris Bures und die Unterzeichner der Deklaration
Rechte: bmvit/Jantzen

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Ministerin Bures
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Christoph Neumayer, Ministerin Bures und Hannes Androsch
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Ministerin Bures und 22 Topunternehmen stärken gemeinsam den Forschungsstandort Österreich

22 renommierte heimische Unternehmen haben sich auf Initiative von Innovationsministerin Doris Bures dazu verpflichtet, ihre Forschungsausgaben bis 2015 um 20 Prozent zu steigern.

Das ist ein Plus von 229 Millionen Euro. „Der Schulterschluss zwischen Wirtschaft und Staat bringt uns dem Ziel einer Poleposition in Forschung und Entwicklung entscheidend näher. Und das in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.“

22 Unternehmen erhöhen trotz Krise ihre Forschungsausgaben um 20 Prozent

Bereits im August haben elf heimische Technologieunternehmen bei den Alpbacher Technologiegesprächen die Deklaration „Innovationsland Österreich“ zur Förderung rot-weiß-roter Innovationen unterzeichnet. Sie haben sich verpflichtet, ihre Forschungsausgaben bis 2015 um ein Fünftel anzuheben. Diese Initiative der Innovationsministerin hat nun elf weitere Teilnehmer gefunden.

Die 22 Unternehmen, die am Mittwoch mit ihrer Unterzeichnung der Deklaration zur Steigerung der Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen verpflichtet haben, sind: Baxter, Bernecker+Rainer, Borealis, BRP-Powertrain, FACC, Fronius International, Knowles Electronics Austria, NXP Semiconductors Austria, Rosenbauer, Voestalpine und Wolford.

Und die ursprünglichen Unterzeichner: Infineon, Magna, Lenzing, KTM, Kiska, AT&S, AVL-List, Geoville, Doppelmayr, Marinomed, TTTech.

Die 22 beteiligten Unternehmen stehen für mehr als eine Milliarde Euro Forschungsausgaben pro Jahr. Sie repräsentieren damit mehr als ein Fünftel der gesamten Unternehmensforschung in Österreich und beschäftigen 80.000 Menschen in Österreich. Davon sind alleine in der Forschung und Entwicklung (F&E) 12.000 Menschen tätig.

Insgesamt werden die 22 Betriebe im Jahr 2015 1,4 Milliarden Euro in Forschungsprojekte investieren. Das ist eine Steigerung um 229 Millionen Euro.

Forschungsinvestitionen bringen Wachstum und sichern Arbeitsplätze

„Innovation, Forschung und Entwicklung sind die kräftigsten Motoren für unsere Wirtschaft. Wir setzen genau auf diese Schwerpunkte, darum ist Österreich bis jetzt mit einer geringeren Arbeitslosigkeit und höherem Wirtschaftswachstum durch die Wirtschaftskrise gekommen“, betont Ministerin Bures.

Das bmvit hat die Investitionsausfälle der Wirtschaft bewusst kompensiert und zwischen 2008 und 2011 1,5 Milliarden Euro in F&E investiert. Das wird auch weiter forciert. Das sind – trotz Budgetkonsolidierung – um 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Bis 2014 steigt dieser Betrag jährlich um weitere 2,5 Prozent.

„Die öffentliche Hand und Unternehmen können gemeinsam das ambitionierte Ziel, erreichen, die Forschungsquote von gegenwärtig 2,79 Prozenten auf 3,76 im Jahr 2020 zu steigern“, erklärte Ministerin Bures. „Länder, denen es nicht gelingt, ihre Realwirtschaft wettbewerbsfähig zu halten, haben die größten Probleme. Erfolgreich sind Länder mit innovativem Unternehmenssektor, exzellenter universitärer und außeruniversitärer Forschung, mit einem differenzierten staatlichen Förderungswesen, funktionierendem Wettbewerb und Rechtssicherheit“, erklärt die Ministerin.

Deswegen ist es für die Ministerin so erfreulich, dass ihre in Alpbach begonnene Initiative „Innovationsland Österreich“ so viel Resonanz finde und sich die Wirtschaft ebenfalls zu mehr Forschung und Entwicklung verpflichte. Und sie betont: „Ich bin zuversichtlich, dass sich noch weitere Unternehmen dieser Initiative anschließen werden.“

WIFO bestätigt Wirksamkeit der Forschungsinvestitionen

Eine Untersuchung des Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) bestätigt: Forschungsintensive Unternehmen haben trotz Wirtschaftskrise geringere Umsatz- und Beschäftigungsverluste.

Das WIFO hat insgesamt 3.200 Unternehmen für den Zeitraum 2008 bis 2010 untersucht, und ist zu folgenden Ergebnissen gekommen:

  • Unternehmen mit hohen Investitionen in F&E (zehn Prozent) haben die Krise besser überstanden als Unternehmen mit geringen oder gar keinen Investitionen. Seit 2008 beträgt der Vorsprung im Beschäftigungswachstum im Durchschnitt (je nach Größenklasse) zwei Prozentpunkte pro Jahr, beim Umsatzwachstum beträgt der Wachstumsvorsprung sogar acht Prozentpunkte.
  • Unternehmen mit den höchsten F&E-Investitionen (20 Prozent und mehr) haben seit 2008 pro Jahr durchschnittlich fünf Prozent mehr Arbeitsplätze geschaffen.
  • Unternehmen mit hohen Investitionen in F&E haben 2010 im Durchschnitt eine um 15 Prozentpunkte höhere Exportquote gegenüber Unternehmen mit geringen oder mittel hohen Investitionen in F&E.
  • Ein Vergleich der Beschäftigung aller F&E-betreibenden Unternehmen mit allen Unternehmen (mit oder ohne Investitionen in F&E) zeigt, dass erstere bereits 2010 den Mitarbeiterstand vor der Krise wieder erreicht (Sachgütererzeugung) oder sogar überschritten (Dienstleistungen) haben. In der Gesamtwirtschaft wird der Mitarbeiterstand vor der Krise erst 2011 (im Bereich Dienstleister) oder sogar erst 2012 oder 2013 (im Bereich Sachgütererzeugung) erreicht werden.


Fundstelle: http://www.bmvit.gv.at/innovation/forschungspolitik/innovationsland/innovationsland.html
Stand: 03.02.2012