COST ist eine Forschungsinitiative europäischer Staaten und steht als Abkürzung für Europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technologie (Coopération européenne dans le domaine de la recherche scientifique et technique).
COST-Aktionen fördern wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der vorwettbewerblichen Forschung.
Ein europäisches Forschungsvorhaben, das im Rahmen von COST durchgeführt und koordiniert wird, wird als COST-Aktion bezeichnet. Den Mitgliedstaaten steht die Beteiligung mit nationalen Projekten offen. Im Allgemeinen wird für COST-Aktionen eine Laufzeit von durchschnittlich vier Jahren vorgesehen.
Forschungsschwerpunkte:
Durch die Nähe zur wissenschaftlichen Gemeinschaft (scientific community) greift COST neue vielversprechende Initiativen auf, wobei besonders multi- und interdisziplinäre Bereiche angesprochen werden. Die besondere Stärke von COST liegt in naturwissenschaftlichen Bereichen wie zum Beispiel Chemie, Nanowissenschaften und interdisziplinärer Forschung.
Österreich gehört seit 1971 der Forschungskooperation COST an, die derzeit das europaweit umfassendste Netzwerk der Forschung und Entwicklung darstellt.
COST umfasst mittlerweile 34 Mitgliedstaaten (davon die 25 EU-Mitglieder) und eröffnet auch Kooperationen mit Forschungsinstitutionen aus Drittstaaten wie Australien, Israel, Japan, Kanada, Russland und den USA. Israel hat den Sonderstatus als COST-Kooperationsstaat am 30. Juni 2000 angenommen.
In formeller Hinsicht sind die Mitgliedstaaten die Rechtsträger, jedoch wird COST von der wissenschaftlichen Gemeinschaft selbst getragen.
Teilnehmer an COST sind Forscher, Labors, Universitäten und private Forschungsinstitutionen. Ihre jeweiligen Projekte werden national finanziert.
In Österreich erfolgt dies im Rahmen der Auftragsforschung, Förderung durch Forschungsförderungsfonds, Privatfinanzierung durch Unternehmen und/oder sonstige Finanzierung, zum Beispiel Fachwissen und Kooperationen von Forschungsinstituten.
COST stellt eine Infrastruktur zur Verfügung, die es Wissenschaftern aus ganz Europa ermöglicht, ihre Expertise auszutauschen und miteinander zu kooperieren.
COST fördert die beteiligten Wissenschafter durch Finanzierung der wissenschaftlichen Veranstaltungen (Workshops und Konferenzen), Reisekosten von Forscherinnen und Forschern zu wissenschaftlichen Zwecken (Short Term Scientific Missions) und zu Ausschusssitzungen sowie Publikationen.
Insbesondere junge Forscherinnen und Forscher nutzen verstärkt den Austausch von Forschungsinformationen im Rahmen der Workshops und die Gelegenheit, im Rahmen der "Short Term Scientific Missions", andere Labors und Forschungsinstitutionen zu besuchen.