Mit dem Bekenntnis zu einem gemeinsamen Europäischen Forschungsraum hat die Europäische Kommission im Zuge des 6. Rahmenprogramms die ERA- NET Initiative zur Integration europäischer Forschungssysteme ins Leben gerufen, um die Vernetzung und Koordinierung von nationalen Forschungsförderungsprogrammen zu stärken. Die Europäische Kommission sieht es dabei als langfristiges Hauptziel von ERA-NET an, die nationalen Forschung- und Innovationsaktivitäten zu gemeinsamen Ausschreibungen in allen möglichen thematischen Forschungsbereichen zusammenzuführen.
Koordination und Kooperation von Forschungs- und Technologieaktivitäten, die in Mitgliedstaaten oder assoziierten Staaten auf nationaler und regionaler Ebene durchgeführt werden, sollen erzielt werden durch:
Unter "Forschungsaktivitäten" werden dabei volle Forschungs- und Technologieprogramme oder Teile von solchen Programmen und ähnlichen Initiativen verstanden. Die Tätigkeiten müssen sowohl auf nationaler oder regionaler Ebene strategisch geplant und durchgeführt werden als auch von nationalen oder regionalen öffentlichen Einrichtungen finanziert und abgewickelt werden, die eng mit den staatlichen Behörden zusammenarbeiten bzw. von diesen beauftragt sind.
Auch Forschungsprogramme oder -initiativen, die durch wohltätige Vereinigungen oder andere private Organisationen (zB Stiftungen) angeboten werden und nur das erste der beiden Kriterien erfüllen, sind zur Teilnahme an ERA-NET berechtigt.
Tätigkeiten im Rahmen von ERA-NET müssen Koordinierungsmaßnahmen der Programmverwalter betreffen und können daher nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit spezifischen Forschungsprojekten oder der Tätigkeit einzelner ForscherInnen stehen.
Entwicklung einer kohärenten Vorgehensweise für ERA-NET Beteiligungen des bmvit. Eine Studie der Austrian Research Centers Gmbh.