Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) hat im Jahr 2006 das Projekt „ERA-NET“ bei den Austrian Research Centers GmbH – ARC, Bereich systems research in Auftrag gegeben. Dieses Projekt soll das bmvit bei der systematischen Verankerung von ERA-NET in der FTI-Politik unterstützen. Dabei soll die strategische Betreuung und Abstimmung der ERA-NET Beteiligungen des bmvit sowie deren Integration in den nationalen Agenden des bmvit unterstützt werden. Der vorliegende Bericht fasst nun die Ergebnisse des Projekts zusammen. Entwickelt hat sich dieses Projekt aus der Überlegung, dass das bmvit sich momentan an zahlreichen ERA-NET beteiligt, es aber keine konkreten Vorstellungen zu deren weiteren Entwicklung oder Integration in bestehende Prozesse gibt. Es galt ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie man das Instrument ERA-NET auf Ebene einer einzelnen Organisation handhaben soll.
Das bmvit ist an insgesamt 17 ERA-NET beteiligt und es ist davon auszugehen, dass das bmvit auch in Zukunft an vielen ERA-NETplus beteiligt sein wird. Auf Basis der zahlreichen Beteiligungen gibt es viel Erfahrung im Umgang mit ERA-NET am bmvit, wie auch viele unterschiedliche Vorgehensweisen existieren. Es entsteht der Bedarf, die Notwendigkeit einer „Abstimmung“ und „Europäisierung“ von nationalen Förderprogrammen zu hinterfragen. Dabei steht vor allem die Frage im Mittelpunkt, inwieweit und unter welchen Kriterien eine ERA-NET Beteiligung als positiv anzusehen ist. Soll das bmvit sich an allen ERA-NET und zukünftigen ERA-NETplus beteiligen oder muss man eine Auswahl treffen? Wie soll die Implementierung der ERA.NET vor sich gehen? Diese Fragen wurden, neben der Analyse allgemeiner Entwicklungen zu ERA-NET auf gesamteuropäischer Ebene, im Zuge dieses Projekts untersucht.