Die Europäische Raumfahrtbehörde ESA koordiniert die Entwicklung der Europäischen Raumfahrt. Aktuell gehören der ESA zusammen mit den jüngsten Mitgliedern Rumänien und Polen, 20 Mitgliedsstaaten an.
Österreich ist 1987 der ESA beigetreten als klares Bekenntnis zu Europa, aber auch zu anspruchsvoller Wissenschaft und Technologie im Rahmen einer zwischenstaatlichen Zusammenarbeit.
Die ESA verfügt über ein Budget von rund 3 Milliarden Euro pro Jahr.
Österreich, wie alle ESA Mitgliedsstaaten, beteiligt sich an dem sogenannten ESA Pflichtprogramm, zu dem das Technologieprogramm, das Wissenschaftsprogramm sowie die Studienprogramme und Forschungsstipendien zählen, und an einzelnen ESA Wahlprogrammen, zu denen die Beteiligung nach den industriellen Stärken sowie nationalen Interessen gewählt werden in den Bereichen Erdbeobachtung, Telekommunikation, Navigation, Entwicklung von Trägerraketen, Bemannter Raumflug (keine österreichische Teilnahme) und Schwerelosigkeitsforschung.
Das Budget Österreichs bei der ESA für 2011 betrug rund 54 Millionen Euro, Österreichs Anteil umfasst somit 1,82%. Vertreten werden die Interessen Österreichs in den Gremien der ESA (ESA-Rat, Programmräte) von der Forschungsförderungsgesellschaft Agentur für Luft- und Raumfahrt im Auftrag des BMVIT.
Die Mitgliedschaft Österreichs bei EUMETSAT (Europäische Organisation zur Nutzung von meteorologischen Satelliten) ist eine konsequente Weiterentwicklung der Mitwirkung in der Weltraumforschung.
Anlässlich der ESA-Ratstagung auf Ministerebene am 25.-26. November 2008 in Den Haag genehmigten die für Weltraum zuständigen europäischen Minister Weltraumprogramme in der Höhe von rund 10 Milliarden Euro. Derzeit wird eine weitere Ministerratstagung vorbereitet, die im November 2012 stattfinden wird.
Österreich zeichnete im Rahmen dieser Ratstagung insgesamt Wahlprogramme in der Größenordnung von rund 113 Millionen Euro, sowie Wissenschafts-, Technologieprogramme und allgemeine Aktivitäten in der Größenordnung von rund 80 Millionen Euro und setzte dabei folgende klare Schwerpunkte, die in einem einjährigen Prozess zusammen mit der Forschungsförderungsgesellschaft FFG und Industrie, Wissenschaft und Forschung erarbeitet wurden:
Darüber hinaus investiert Österreich in die Weiterentwicklung der Trägerrakete Ariane (eine neue Oberstufe zum Transport schwerer Satelliten), in die Mikrogravitätsforschung, die technologische Weiterentwicklung des von der EU aufgebauten europäischen Satellitennavigationssystems GALILEO, sowie in ein Programm zum Schutz der Raumfahrtinfrastruktur. Weiters beteiligt sich Österreich an den Vorbereitungen für die zukünftige robotische Mission zur Erforschung des Mars.
Weitere Informationen finden Sie auf den unten angeführten Internetseiten.
Delegierte des BMVIT im ESA-Rat, Kontakt und Information:
Mag. Andrea Kleinsasser
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Abteilung Industrielle Technologien und Raumfahrt (III/I5)
Renngasse 5, 1010 Wien
Tel: +43 1 711 62 - 65 2904
Fax: +43 1 711 62 - 65 2013
Email: andrea.kleinsasser@bmvit.gv.at