Das Wetter zuverlässig vorherzusagen ist eine der wichtigsten Errungenschaften der modernen Meteorologie. Satelliten leisten dabei einen wichtigen Beitrag.
EUMETSAT wurde 1986 gegründet und hat den Auftrag, europäische operationelle meteorologische Satellitensysteme zu entwickeln, zu betreiben und zu nutzen. Sie liefert den europäischen Beitrag zum globalen System meteorologischer Satelliten und hat seit ihrer Gründung eine Fülle zuverlässiger Daten hoher Qualität für Wetterbeobachtungen aus dem All geliefert.
EUMETSAT unterstützt die Anwendungen in der Klimabeobachtung mit dem Ziel der globalen Klimaüberwachung. Da die Bedeutung von und der Bedarf an Daten zur Unterstützung von sowohl Wetter- als auch Klimabeobachtung ständig zunimmt, arbeitet EUMETSAT fortlaufend an der Verbesserung der Satellitensysteme und ihrer Anwendungen. Wetter und Klima kennen keine Grenzen; erfolgreiche Klimaüberwachung erfordert demzufolge nicht nur ein globales System, sondern auch internationale Zusammenarbeit.
Österreich ist seit 1994 Mitglied dieser Organisation. Die Beiträge aller EUMETSAT Mitgliedsstaaten für 2011 betrugen rund 255 Millionen Euro. Das Budget Österreichs bei EUMETSAT für 2011 betrug rund 4,6 Millionen Euro. Österreichs Anteil beträgt somit 1,83 %. Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) finanziert einen Großteil der österreichischen Beiträge. Vertreten werden die Interessen Österreichs in den Gremien der EUMETSAT von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) und von der Forschungsförderungsgesellschaft Agentur für Luft- und Raumfahrt im Auftrag des bmvit.
Im Moment werden zwei Vollprogramme vorbereitet: Meteosat Third Generation, die dritte Generation der meteorologischen Satelliten, die den kontinuierlich steigenden Anforderungen der Europäischen Wetterdienste bezüglich meteorologisch relevanter Informationen im Zeitraum 2016-2037 Rechnung tragen wird; sowie EUMETSAT Polar System - Second Generation. Mittels der polarumlaufenden MetOp (Meterological Operations) Satelliten sollen durchgehend langfristige Daten zu erhalten werden, um meteorologische und ökologische Vorhersagen sowie ein globales Klimamonitoring gewährleisten zu können. EPS stellt den europäischen Beitrag zu einem amerikanisch-europäischen gemeinschaftlichen Satellitensystem IJPS (Initial Joint Polar-Orbiting Operational Satellite System) dar.
Im Rahmen der GMES - Globales Monitoring für Umwelt und Sicherheit kommt EUMETSAT eine wichtige Rolle in der operationellen Bereitstellung einiger der zukünftigen GMES Dienste zu.