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Forschungs- und Technologiebericht 2011

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Titelbild
Rechte: bmvit

Lagebericht gemäß § 8 (1) FOG über die aus Bundesmitteln geförderte Forschung, Technologie und Innovation in Österreich

Der Forschungs- und Technologiebericht 2011 bietet mit seinen aktuellen forschungs- und technologiepolitischen Themen und Analysen der Entwicklungen eine Gesamtsicht auf das österreichische Innovationssystem. Das vermittelte Wissen soll dazu beitragen, auf die langfristigen forschungsund technologiepolitischen Herausforderungen adäquat reagieren zu können. Durch die im März 2011 beschlossene Strategie der Bundesregierung „Potenziale ausschöpfen, Dynamik steigern, Zukunft schaffen: Der Weg zum Innovation Leader“ werden ambitionierte Ziele vorgegeben, zu deren Erreichung fundiertes Hintergrundwissen, internationale Vergleiche und aktuelle Analysen unumgänglich sind.

Eines der beschlossenen forschungs- und technologiepolitischen Ziele ist die Erhöhung der F&E-Quote auf 3,76% des Bruttoinlandprodukts. Der Forschungs- und Technologiebericht informiert jedes Jahr über die Entwicklung der Forschungsquote im langjährigen Verlauf und vergleicht diese mit international relevanten Forschungsräumen. Mit der sehr erfreulichen und dynamischen Entwicklung der F&E-Quote Österreichs in der letzten Dekade liegt Österreich über den Durchschnittswerten der EU-15 und EU-27, der OECD - Staaten und seit 2009 der USA. Innerhalb Europas zählt sie mittlerweile zu den höchsten; nur Schweden, Finnland, Dänemark, die Schweiz und knapp Deutschland weisen höhere F&E-Quoten auf. Um bis 2020 eine F&E-Quote von 3,76% des BIP zu erreichen, bedarf es massiver zusätzlicher öffentlicher und privater Investitionen und einer noch dynamischeren Entwicklung als jene der Jahre 2000-2010. Die FTI-Strategie beinhaltet ein klares Bekenntnis zur Finanzierung der Grundlagenforschung sowie zur Förderung der angewandten Forschung und Entwicklung durch die öffentliche Hand.

2011 werden Österreichs F&E-Ausgaben gemäß der jüngsten Globalschätzung der Statistik Austria erstmals die 8 Miiliarden Euro -Marke überschreiten und mit voraussichtlichen 8,286 Miiliarden Euro – 5% über dem Vorjahr – eine F&E-Quote von 2,79% des BIP erreichen. Der F&E-Wachstumstrend hält somit an. Der öffentliche Sektor, hier vor allem der Bund, der in den letzten Jahren wesentlich zur Steigerung der F&E-Ausgaben beigetragen hat, wird 2011 mit rund 3,211 Miiliarden Euro (+ 4,5% gegenüber 2010) einen Anteil von 38,7% finanzieren. Sehr erfreulich ist auch die Entwicklung der Finanzierung der Forschungsausgaben durch den Unternehmenssektor, die nach einem Rückgang 2009 nun 2010 und 2011 wieder ansteigen. Mit 3,698 Miiliarden Euro wächst der Finanzierungsanteil gegenüber dem Vorjahr um 5,89% und liegt damit auch wieder über der Wachstumsrate des BIP (4,53%). Der Unternehmenssektor trägt somit mit 44,6% Finanzierungsanteil an den gesamten F&E-Ausgaben bei.

Die Wechselwirkungen zwischen internationalen FTI-Strategien und nationalen forschungspolitischen Ausrichtungen finden sich in den Darstellungen der Europa 2020 - Strategie, dem Nationalen Reformprogramm und der FTI-Strategie der Österreichischen Bundesregierung. Die bestmögliche Entwicklung und Nutzung von Humanressourcen, von exzellenter Spitzenforschung, die (organisatorischen) Rahmenbedingungen für Universitäten und Fachhochschulen sowie die Internationalisierung unternehmerischer FTI finden sich als weitere Schwerpunktthemen im vorliegenden Bericht.

Der vorliegende Bericht ist im Auftrag der Bundesministerien für Wissenschaft und Forschung (BMWF), Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) und Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) entstanden. Die Erstellung des Berichts erfolgte durch Joanneum Research (JR), das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), Austrian Institute of Technology (AIT) sowie unter Beteiligung der Statistik Austria.

Autoren und Autorinnen

Andreas Schibany (Koordination, JR), Martin Berger (JR), Bernhard Dachs (AIT), Michael Dinges (JR), Helmut Gassler (JR), Jürgen Janger (WIFO), Franziska Kampik (AIT), Andreas Reinstaller (WIFO), Gerhard Streicher (JR), Sandra Turecek (AIT), Fabian Unterlass (WIFO), Georg Zahradnik (AIT).

Verfügbarkeit der Publikation

Print-Version gratis erhältlich bei:
bmvit, Abteilung III/I2 Forschungs- und Technologieförderung
E-Mail:  i2@bmvit.gv.at



Fundstelle: http://www.bmvit.gv.at/innovation/publikationen/technologieberichte/ft_bericht11/ft_bericht11.html
Stand: 21.05.2013