Ziel des ERA-NET Programms der Europäischen Union ist die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Forschungsraums (European Research Area - ERA). Das Programm dient als Hauptinstrument zur Unterstützung der Koordination und gegenseitigen Öffnung nationaler und regionaler Forschungsprogramme. Es sieht einen Koordinationsansatz vor, nach dem die Partner - in der Regel öffentliche Einrichtungen - zuerst Netzwerke bilden, um in einem zweiten Schritt gemeinsame Forschungsaktionen umzusetzen.
ERA-NET TRANSPORT (ENT) zielt auf die effektive transnationale Koordination und Kooperation der öffentlich geförderten Verkehrsforschungs- und Verkehrstechnologieprogramme in Europa. Dabei richtet sich das Projekt explizit an die Programmeigentümer und -manager der nationalen Förderprogramme. Geplant ist der Aufbau dauerhafter Strukturen in Richtung einer europäischen Informationsplattform für multilaterale Verkehrsforschung.
Ein derartiges Instrument ist dazu geeignet, vorhandenes Wissen breiter zu streuen, nationale und europäische Forschungsmittel effizienter einzusetzen sowie die Qualität der Forschung durch Koordination von Programmstrategien zu steigern.
Als eines der ersten Projekte dieser Art wurde ERA-NET TRANSPORT (ENT) im Januar 2004 mit einer vierjährigen Laufzeit gestartet. Im Rahmen von ENT I konnten die Potentiale und auch Hemmnisse transnationaler Forschungskooperationen identifiziert werden. Die Entwicklung eines Referenzprozesses, indem die unterschiedlichen nationalen Forschungsprogramme dargestellt und überlappt werden können, ermöglicht die Vergleichbarkeit der nationalen Instrumente und gibt somit Aufschluss über die Kompatibilität der Programme und die Möglichkeit daraus grenzübergreifende Forschungsförderungskooperationen zu entwickeln. In ERA NET TRANSPORT II werden im Rahmen dieses Prozesses die Entwicklungen dieser grenzüberschreitenden Kooperationen fortgeführt und auch intensiviert. Neben zusätzlichen klassischen ERA NET Action Groups (=transnationale Kooperationsarchitektur) war es auch Ziel eine ERA NET Plus Aktivität ins Leben zu rufen.
Im Zuge des ersten Arbeitspakets werden die Möglichkeiten und Gelegenheiten zum Aufbau/ zur Bildung von transnationalen Aktivitäten gescannt und die Bildung von Netzwerken initiiert. Darüber hinaus liefert das zweite Arbeitspaket die erforderlichen Rahmenbedingungen (= standardisierter Referenzprozess, Toolkit) zur Implementierung erfolgreicher grenzüberschreitender Kooperationsarchitekturen. Die Umsetzung dieses Prozesses findet im Rahmen des dritten Arbeitspaketes statt. Hier werden neue Action Groups und auch ERA NET plus Aktivitäten geschaffen. Weitere Arbeitspakete dienen unterstützend für die Dissemination der Ergebnisse und zur Koordinierung.
Es besteht Konsens darüber, die Kooperation auf Themen zu fokussieren, bei denen der transnationale Mehrwert tatsächlich greifbar ist, damit werden gemeinsame Verkehrsprobleme künftig in einem zusammenwachsenden Europa effektiver lösbar.
Aktuelle ERA NET TRANSPORT II Ergebnisse und Publikationen können auf der Website www.transport-era.net eingesehen werden. Weiters finden Sie dort auch Informationen zu aktuell transnational geöffneten Ausschreibungen oder laufenden transnationalen Initiativen wie gebildeten Kooperationsgruppen (Action Groups) und auch ERA NET plus Aktivitäten.
Folgende Länder und Organisationen sind ERA-NET TRANSPORT II Partner:
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Abteilung III/I4 - Mobilität und Verkehrstechnologien
Renngasse 5
1010 Wien
DI Walter Wasner
Tel.: +43 (0)1 71162 Durchwahl 65 2120
E-Mail: walter.wasner@bmvit.gv.at
DI (FH) Ingrid Gnam
Tel.: +43 (0)1 71162 Durchwahl 65 2119
E-Mail: ingrid.gnam@bmvit.gv.at