Nach weit mehr als 100 Jahren Entwicklungsgeschichte des Verbrennungsmotors im Straßenverkehr zeichnet sich mit der Elektromobilität (E-Mobilität) ein entscheidender Technologiewandel ab. Die Elektrifizierung der Antriebe ist eine ganz wesentliche Stellschraube für eine zukunftsfähige Mobilität. Sie bietet die Chance, die Abhängigkeit vom Öl zu reduzieren, die Emissionen zu minimieren und die Fahrzeuge besser in ein multimodales Verkehrssystem zu integrieren. Aufgrund der hohen Bedeutung für Österreich aus verkehrs-, technologie-, wirtschafts-, energie- und umweltpolitischer Sicht räumt die Bundesregierung dem Thema E-Mobilität hohe Priorität ein.
Im Innovationsland Österreich entwickelte und produzierte Spitzentechnologie soll einen maßgeblichen Beitrag zu einer schrittweisen Implementierung der Elektromobilität in das heimische, europäische und internationale Verkehrssystem leisten. Damit wird der Wirtschaftsstandort gestärkt, Arbeitsplätze werden gesichert und neu geschaffen. Mit dem verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien sowie einer erhöhten Energieeffizienz sollen die Emissionen im Verkehr reduziert und das Klima und die Umwelt geschützt werden.
Der Staatspreis Mobilität ist die höchste Auszeichnung, die die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie an österreichische Unternehmen und Institutionen verleiht. Die Basis dafür ist die Entscheidung einer unabhängigen, international besetzten Jury. Ausgezeichnet werden innovative Konzepte, Produkte und Lösungen, die Wege für eine zielgerichtete Einführung von Elektromobilität in ein effizientes und sauberes Verkehrssystem der Zukunft aufzeigen. Angesprochen sind vor allem Akteure und Akteurinnen aus der Forschung, Industrie und Wirtschaft sowie Infrastrukturbetreiber/Infrastrukturbetreiberinnen und Mobilitätsdienstleister/Mobilitätsdienstleisterinnen.
Der Staatspreis Mobilität wird regelmäßig mit unterschiedlichem Fokus vergeben und signalisiert mit der jeweiligen Schwerpunktsetzung wichtige verkehrs- und technologiepolitische Herausforderungen. In diesem Sinne wird 2011 die Aufmerksamkeit auf das Thema Elektromobilität gerichtet. Dabei werden innovative Produkte und Unternehmen ausgezeichnet, die mit ihren Entwicklungen am Puls der Zeit sind.
Am 18. November wurden vier innovative E-Mobilitäts-Projekte von Bundesministerin Doris Bures mit dem "Staatspreis Mobilität 2011" im Rahmen einer feierlichen Gala im Technischen Museum in Wien ausgezeichnet. Die Siegerprojekte beweisen, dass Österreich auf dem Gebiet der Elektromobilität ein hohes Innovationspotential aufweist. Die vorgestellten Lösungen bieten wichtige Bausteine für ein effizientes und umweltgerechtes Verkehrs- und Mobilitätssystem von morgen.
Die Preisverleihung fand am 17. November 2011 im Rahmen eines Festakts im Technischen Museum in Wien statt.
Das bmvit präsentiert an dieser Stelle die Nominierten aus den 63 eingereichten Projekten. Bis zum 23. September 2011 war es möglich, Konzepte, Produkte und Lösungen in den 3 Staatspreis-Kategorien
und dem Anerkennungspreis Jugend E-Mobil einzureichen.
Insgesamt wurden dem bmvit 63 Projekte bis zum 23. September 2011 präsentiert.