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Bures präsentiert neue Bewusstseinskampagne "Alkohol am Steuer: Könnten Sie damit leben?"

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Pressekonferenz
Rechte: HBF/Reich

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BM Doris Bures neben Plakat zur Kampagne
Rechte: HBF/Reich

Wien, 06.11.2009

Verkehrssicherheitskampagne von BMVIT, Wiener Städtische, AUVA und KfV

Im Jahr 2008 erreichte der Anteil der Alkoholunfälle am Gesamtunfallgeschehen den Höchstwert der letzten zehn Jahre. Während sich in anderen Bereichen eine positive Entwicklung bei den Unfallzahlen abzeichnet, sind die Alkoholunfälle aber schon seit Jahren auf einem mehr oder weniger gleich hohem Niveau. Dazu kommt noch eine vermutlich hohe Dunkelziffer, denn bewusstlose und getötete Personen werden normalerweise nicht auf Alkoholisierung überprüft. "Neben guten Gesetzen ist die Prävention und Bewusstseinsbildung sehr wichtig. Die Kampagne soll klar machen, dass Alkohol am Steuer kein Kavaliersdelikt ist. Denn wer alkoholisiert fährt, der gefährdet nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das anderer. Die Frage lautet tatsächlich: Könnten Sie damit leben?", spielt Verkehrsministerin Doris Bures auf den Slogan der Kampagne an.

"Um die Verkehrssicherheit auf Österreichs Straßen zu verbessern, müssen mehrere Dinge zusammenspielen. Es braucht die richtigen Gesetze - die haben wir nun mit dem neuen Verkehrssicherheitspaket. Genauso wichtig sind aber auch die entsprechenden Kontrollen durch die Exekutive. Deshalb unterstütze ich die Forderung nach mehr Polizistinnen und Polizisten. Und dann muss natürlich das Bewusstsein für die größten Gefahren im Straßenverkehr geschärft werden. Deshalb starten wir heute die große Verkehrssicherheitskampagne gegen Alkohol am Steuer", so Bures.

Die breite Medienkampagne unter dem Slogan "Alkohol am Steuer: Könnten Sie damit leben?" wird als Kino-, TV- und Radiospot laufen und von einer Inseratenkampagne in österreichischen Medien begleitet. Besonders wichtig sind hier auch die neuen Medien, vor allem auch online, über Web 2.0 und social networks wie Facebook, twitter und youtube. Die Autobahnen- und Schnellstraßen- Finanzierungs- Aktiengesellschaft (ASFINAG) und Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) ermöglichen die Affichierung auf den Autobahnplakaten. Auch auf den Rollingboards in urbanen Gebieten und österreichweit auf Postbussen wird die Kampagne zu sehen sein. Die Evaluierung der Kampagne wird durch das KfV durchgeführt.

Wiener Städtische, Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) und KfV als Kampagnen-Partner

Alle Kampagnen-Partner sind sich über die Bedeutung einer starken Bewusstseinsbildung einig. "Die aktuelle Kampagne ist ein wichtiger Mosaikstein im Gesamtbild der Präventionsarbeit. Zusammen mit anderen Maßnahmen wie drastischen Strafen, verstärkten Alkoholkontrollen, Nachschulungen und Verkehrscoaching ergibt sich ein Ganzes, mit dem Österreich langsam aber stetig wachgerüttelt wird. Alkohol am Steuer war nie ein Kavaliersdelikt und es wird auch nie eines sein: Alkohol am Steuer tötet", so Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV).

Renate Römer, Obmann der AUVA: "Ich begrüße die Kampagne der Frau Bundesministerin Bures gegen Alkohol am Steuer vor allem deshalb, weil sie nicht nur potenzielle Alko-Lenker anspricht, sondern unsere ganze Gesellschaft. Wir dürfen einfach nicht länger weg- oder sogar zuschauen, wenn sich jemand betrunken ans Steuer setzt. Wir brauchen einen Bewusstseinswandel in diese Richtung, und wir brauchen mehr Zivilcourage. Das geht nicht von heute auf morgen. Die Kampagne wird diesen wichtigen Prozess zweifellos beschleunigen. Denn die gestellte Frage "Alkohol am Steuer - könnten Sie damit leben?" wird wohl niemand, der die dramatischen Folgen sieht, mit "Ja" beantworten."

"Aufklärung und das Bewusstmachen möglicher Konsequenzen ist wichtig - noch wichtiger als die begrüßenswerten härteren Strafen für Verkehrssünder und Alkolenker", so Wiener Städtische Generaldirektor-Stellvertreter Mag. Robert Lasshofer. "Generell gilt: Ziel muss sein, dem Alkohol am Steuer das Image des Kavaliersdelikts zu nehmen und die möglichen schwerwiegenden Folgen eines durch Alkohol verursachten Unfalles aufzuzeigen. Deshalb sind wir sehr gerne Partner dieser hervorragenden Kampagne."

Rückfragehinweis:

Susanna Enk
Pressesprecherin Bundesministerin Doris Bures
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT)
Telefon: + 43 (0)1 711 62 Durchwahl 65 8121
E-Mail:  Susanna.Enk@bmvit.gv.at

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders



Fundstelle: http://www.bmvit.gv.at/presse/aktuell/nvm/2009/1106OTS0090/1106OTS0090.html
Stand: 06.11.2009