Wien, 05.03.2010
"Bei Unfällen und Pannen bietet eine reflektierende Warnweste den betroffenen Autofahrerinnen und Autofahrern einen maximalen Schutz, weil sie von anderen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern früher erkannt werden", erklärt Verkehrsministerin Doris Bures ihre Unterstützung für die Einführung einer europaweit einheitliche Verwendungsregelung. Am Mittwochabend startet der Verbund Europäischer Automobilclubs (EAC) auf Initiative des ARBÖ eine solche Initiative im Europäischen Parlament. "Sicherheit hat Vorrang. Ich unterstütze daher eine einheitliche Verwendung der Warnweste in ganz Europa", so Bures.
Bisher ist die Verwendung von Warnwesten noch nicht einheitlich geregelt. Eine Warnwestenpflicht gibt es derzeit in 13 von 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU): Belgien, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Österreich, Portugal, Rumänien, Spanien, Slowakei, Slowenien und Ungarn.
"Wer in der Nacht auf dem Pannenstreifen steht und eine Warnweste trägt, wird von den anderen Autofahrern und -fahrerinnen im schlechtesten Fall vier Sekunden vor dem Vorbeifahren gesehen. Bei einer Fahrtgeschwindigkeit von 110 Kilometer pro Stunde ist man also 120 Meter vorher sichtbar", brachte Christoph Pfleger, Geschäftsführer der viewpointsystem gmbh, das Kernergebnis der Studie auf den Punkt. "Ohne Warnweste ist man quasi unsichtbar und hat vor allem in der Nacht null Chancen, von anderen Verkehrsteilnehmern und -teilnehmerinnen gesehen zu werden."
Susanna Enk
Pressesprecherin Bundesministerin Doris Bures
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