Wien, 06.03.2010
Umwelttechnik ist ein schnell wachsender Bereich mit hohen Beschäftigungserwartungen: Fast zwei Drittel im Rahmen einer aktuellen Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) befragten Firmen erwarten in den nächsten drei Jahren eine steigende Beschäftigung in dieser Branche. "Um Österreichs Position als Innovation Leader im Bereich Energie- und Umwelttechnik zu stärken, ist es notwendig, entsprechende Fachkräfte für diesen Sektor auszubilden und vor allem auch das Interesse von Frauen und Mädchen für technische Berufe zu wecken. Denn die Karrierechancen für Frauen sind im Bereich der Green Technologies sehr gut", betont Infrastrukturministerin Doris Bures.
Auch Brigitte Bach, Leiterin des Austrian Institute of Technology (AIT) Energy Departments und "Österreicherin des Jahres 2009 im Bereich Forschung" sucht exzellenten Nachwuchs: "Wir suchen die besten Forscherinnen und Forscher für das AIT. Dazu möchten wir speziell junge Frauen ermuntern technische Naturwissenschaften zu studieren und sich außerdem für eine wissenschaftliche Karriere zu begeistern."
Die Studien, die prinzipiell zur Beschäftigung im Bereich der so genannten Green Technologies qualifizieren, sind sowohl den Naturwissenschaften, den Technik- und Ingenieurwissenschaften als auch den Agrar- und Forstwirtschaften zugeordnet. Das betrifft unterschiedliche Studien wie Biologie, Maschinenbau oder Elektrotechnik, die jeweils sehr unterschiedlich hohe Frauenanteile aufweisen. Insgesamt betrachtet, zeichnen sich die Universitätsstudien allerdings durch einen vergleichsweise hohen Frauenanteil aus. Der durchschnittliche Frauenanteil bei den Studienanfängerinnen und -anfängern im Jahr 2008 betrug über all diese angeführten Studien rund 42 Prozent, für Studierende 35 Prozent und bei Absolventinnen und Absolventen rund 40 Prozent (2007).
Für den Bereich Forschung und Entwicklung in den Green Technologies sind zwar nur vage Schätzungen zur Entwicklungen des Arbeitsmarktes möglich, die Beschäftigungssituation für hochqualifizierte Studierende der entsprechenden Studiengänge entwickelt sich aber durchaus vielversprechend.
Der Frauenanteil bei Unternehmen mit einer Ausrichtung auf Green Technologies lag für das rein wissenschaftliche Personal (Wissenschafterinnen, Wissenschafter, Ingenieurinnen und Ingeneuren) im Jahr 2007 bei rund 16 Prozent. Zum Vergleich: insgesamt sind im Unternehmenssektor nur rund 13 Prozent aller Wissenschafterinnen und Wissenschafter Frauen.
In Verbindung mit den erwarteten steigenden Beschäftigungszahlen eröffnet das Innovationsforschungsfeld Energie- und Umwelttechnik Forscherinnen interessante Karrierechancen. Von einer höheren Beteiligung von Frauen in Forschung und Entwicklung profitieren dabei nicht nur die Wissenschafterinnen und Absolventinnen, sondern ebenso die Unternehmen.
Susanna Enk
Pressesprecherin Bundesministerin Doris Bures
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT)
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