Wien, 08.03.2010
"Der Kampf gegen Alkohol am Steuer ist einer meiner Schwerpunkte für mehr Verkehrssicherheit", erklärt Verkehrsministerin Doris Bures am Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Rita Pfeiffer von der Forschungsgesellschaft Mobilität und Norbert Hausherr, Obmann des Fachverbandes der Fahrschulen. Die Ministerin kündigte dabei an, dass sie 100.000 Euro bereitstellen wird zur Finanzierung des erfolgreichen Präventions-Projekts gegen Alkohol am Steuer "Close to". Außerdem gab Bures bekannt, dass Verteidigungsminister Norbert Darabos künftig "Close to"-Videos in der Bundesheer-Grundausbildung einsetzen will und damit jährlich rund 25.000 Grundwehrdiener erreicht werden können.
Jeden Tag werden 10 Menschen verletzt, jede Woche wird ein Mensch getötet - und das, weil jemand die fatale Entscheidung getroffen hat, Alkohol zu trinken und Auto zu fahren. Das richtige Maßnahmenbündel aus Straferhöhung, Bewusstseinskampagne und mehr Kontrollen bringt einen ersten vorsichtig positiven Trend bei Alkohol am Steuer: Vergleich 2008 - 2009: Alkotests: plus 126.024. Führerscheinabnahmen: minus 1.041
Zwei neue Initiativen beim Projekt "Close to" sind für die Verkehrsministerin besonders erfreulich: Künftig können jährlich rund 25.000 junge Männer erreicht werden, denn "Close to" soll in Videoform auch in der Bundesheer-Grundausbildung zum Einsatz kommen. Das ist ein wichtiger Schritt, denn der typische Alkolenker ist jung und männlich. Und auch in den 11 Lehrwerkstätten der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) wird "Close to" heuer erstmals laufen und sich hier an die rund 500 Lehrlinge des 3. Lehrjahres richten, da diese kurz vor dem Führerschein stehen oder Führerscheinneulinge sind.
"Schon bei der ersten Teilnahme von Ministerin Doris Bures an einem "Close to" Fahrschulbesuch hat sie ihre Unterstützung für die Fortsetzung dieser zielführenden Maßnahme zugesagt; wir freuen uns sehr, dass wir mit ihrer Unterstützung das Projekt auf weitere Zielgruppen ausweiten können", so Rita Pfeiffer, Projektverantwortliche in der Forschungsgesellschaft Mobilität.
Der Fachverband der Fahrschulen in der Wirtschaftskammer Österreich, der das Projekt "Close to" von Anbeginn unterstützt, zeigt sich erfreut über die Initiative der Verkehrsministerin und ihrer Kampagnenpartner und wird daher künftig auch den TV-Spot der Kampagne gegen Alkohol am Steuer den österreichischen Fahrschulen zur Verfügung stellen, die auf diesem Weg die Kampagne in die Fahrschulausbildung einbeziehen können. Norbert Hausherr, Obmann des Fachverbandes der Fahrschulen: "Es ist von großer Bedeutung, bei der Bewusstseinsbildung junger Menschen möglichst früh anzusetzen und auf die - in vielen Fällen lebenslangen Konsequenzen - von Alkohol am Steuer hinzuweisen. Die österreichischen Fahrschulen leisten hier wertvolle Präventionsarbeit und stellen sich engagiert dem Kampf gegen Alkoholunfälle".
Close to ist ein Projekt auf Grundlage von Peer Education, bei dem Gleichaltrige voneinander lernen sollen. Einsatzort des Close to - Projektes ist vorrangig im Fahrschulbereich, aber auch im Bereich Berufsbildender Schulen und Lehrlingsausbildungsstätten. Nicht der Fahrlehrer/Lehrer, sondern ein etwa gleichaltriger Unfalllenker schildert seinen selbst verursachten Unfall, klärt Fahrschüler über die Folgen riskanter Fahrweisen, meist unter Alkoholeinfluss, auf und berichtet über die daraus entstehenden rechtlichen, wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen.
Susanna Enk
Pressesprecherin Bundesministerin Doris Bures
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT)
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Rita Pfeiffer
FGM - Forschungsgesellschaft Mobilität
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Mag. Gritta Grabner
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