Alpbach, 25.08.2010
Forscherinnen und Forscher fördern, Nachwuchs gewinnen, Menschen vernetzen, unter diesen Vorzeichen steht das neue Humanressourcenpaket des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT). "Damit Österreich das Ziel erreicht, unter die Top 3 der innovativsten Länder in der EU zu kommen, müssen wir Menschen für die heimische Forschung, Technologie und Innovation gewinnen und sie auch dort halten. Mit dem neuen Maßnahmenpaket setzen wir wichtige Schritte, um die Neugierde an der Forschung zu wecken, sie im Laufe des Bildungsweges weiter zu schüren, um am Ende motivierte und interessierte Forscherinnen und Forscher am FTI-Arbeitsmarkt zu haben", erklärt Doris Bures, Ministerin für Verkehr, Innovation und Technologie, die das Paket anlässlich des Gender Cocktails am Vorabend der Eröffnung der Alpbacher Technologiegespräche präsentiert. Ab 2011 wird es Forschungspraktika nun auch für Studentinnen und Studenten geben, Genderkritierien werden in allen Förderprogrammen Pflicht und eine Online-Jobbörse für Forscherinnen und Forscher soll den Einstieg in das Berufsleben erleichtern.
Mit der Neuaufstellung des Themas Humanressourcen bündelt das bmvit seine bestehenden erfolgreichen Programme brainpower austria, FEMtech, generation innovation, Young Experts und weitere Humanressourcen-Aktivitäten zu einem bedarfsgerechten Förderangebot für die FTI-Community. Eine verbesserte Aufgabenteilung zwischen bmvit und FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) sowie das neue Themen- und Portfoliomanagement des Technologieressorts garantieren eine vereinfachte Verwaltung der zur Verfügung stehenden Instrumente, und die Umsetzung der Querschnittsmaterie in allen Förderungsschwerpunkten des BMVIT.
Mit seinem neuen Paket fokussiert das BMVIT seine Anstrengungen auf drei strategische Interventionsfelder:
Zur Umsetzung gleicher Chancen für Frauen und Männer wird die FFG ab der Beiratssitzung im Oktober 2010 Gender-Aspekte in ihren Bewertungskatalog für Projektanträge aufnehmen. Den Beginn machen die Basisprogramme, sie umfassen rund 1.200 Projekte. Damit soll eine möglichst hohe Reichweite in der Umsetzung gendergerechter Maßnahmen erreicht werden. Die eingeforderten Gender-Kriterien betreffen den Gegenstand der Projekte und ihre Folgewirkung, die Zusammensetzung der Forschungsteams sowie die Arbeitsbedingungen bei den Antragsstellern. 2011 werden weitere FFG-Bereiche genderrelevante Kriterien im Rahmen der Projektevaluierungen berücksichtigen.
Ab 25. August öffnet sich die bereits bewährte brainpower-Jobbörse allen Interessentinnen und Interessenten bei kostenlosem und freiem Zugang. Die Jobbörse ist nun über die Website vom BMVIT (www.bmvit.gv.at) und FFG (www.ffg.at) zugänglich. Ihre Funktionen sind erweitert: Die neue Jobbbörse steht nun auch Studierenden und NachwuchsforscherInnen offen, bietet Stellen im weiteren Innovationsbereich, stellt Praktika, Diplomarbeits- und Dissertationsmöglichkeiten online, und bietet Filterungsmöglichkeiten nach englischsprachigen Stellenausschreibungen und - als Erleichterung für WiedereinsteigerInnen nach der Karenz - auch Teilzeitstellen. Zuletzt bot die Jobbörse über 600 Stellen im FTI-Bereich.
Neben den bewährten Praktika für Schülerinnen und Schüler in Forschungseinrichtungen und FTI-Unternehmen fördert das BMVIT ab 2011 auch Praktikumsplätze für Studierende und junge Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher. Ihnen soll damit die Mitarbeit an Forschungsprojekten und so die ersten Gehversuche in der Forschung ermöglicht werden. Für Schülerinnen und Schüler wird es weiterhin über 1.000 Praktikumsplätze jährlich geben.
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Susanna Enk
Pressesprecherin Bundesministerin Doris
Bures Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT)
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E-Mail: Susanna.Enk@bmvit.gv.at
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