Wien, 01.09.2010
Seit genau einem Jahr ist das Verkehrssicherheitspaket von Verkehrsministerin Doris Bures in Kraft. Mit einem Maßnahmenbündel, das die Einführung eines Verkehrscoachings für Alkolenker ebenso umfasst, wie die Erhöhung der Strafen für Alkolenker und Raser und der Führerscheinentzugsdauer, sowie Maßnahmen für mehr Kindersicherheit konnte in den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 mit 244 Verkehrstoten eine Rückgang von 14,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht werden.
Im längerfristigen Vergleich ist das das bisher absolut niedrigste Zwischenergebnis seit Bestehen der amtlichen Statistik im Jahr 1961. Auch die Zahl der Alko-Unfälle konnte im Zeitraum Jänner bis Mai 2010 auf 737 Alkounfälle verringert werden. Im Vergleichszeitraum 2009 waren es noch 835. Das ist der stärkste Rückgang bei Alkounfällen in den vergangenen Jahren. Und auch bei den Verletzten durch Alko-Unfälle sind erfreuliche minus 15 Prozent zu verzeichnen. Bures: "Wir haben mit dem Verkehrssicherheitspaket wichtige Schritte für mehr Sicherheit auf unseren Straßen gesetzt, die auch einen positiven Trend erkennen lassen. Wir haben klar gemacht, dass Alkohol am Steuer kein Kavaliersdelikt ist. Jetzt geht es darum verstärkt aufzuzeigen, dass die Hauptunfallursache Nummer eins, das Rasen, viel menschliches Leid verursacht. Mit Verbesserungen im Vormerksystem - quasi einer gelben Karte für weit überhöhte Geschwindigkeit zusätzlich zu den erhöhten Strafen - könnte ein nächster wirksamer Schritt gesetzt werden. Ich werde hier weiter Überzeugungsarbeit bei den Skeptikern leisten." Ein entsprechender Gesetzesentwurf von den Experten des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV), der bei 40 bis 50 Kilometer pro Stunde (km/h) außerorts zu schnell eine Vormerkung vorsieht, liegt bereits auf dem Tisch und wird mit dem Koalitionspartner verhandelt.
Susanna Enk
Pressesprecherin Bundesministerin Doris Bures
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT)
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