Wien, 09.07.2012
Die Europäische Kommission kündigt heute, Montag, den Start der letzten milliardenschweren Ausschreibung im 7. Forschungsrahmenprogramm (FP7) der Europäischen Union (EU) mit einem Ausschreibungsvolumen von 8,1 Milliarden Euro an. Das ist die größte und zugleich letzte Ausschreibung für die meisten Themen im EU-Forschungsrahmenprogramm: Die meisten der insgesamt 52 Ausschreibungen zur Einreichung von Projektvorschlägen sind ab 10. Juli 2012 offen. Diese Ausschreibung erfolgt nur wenige Tage, nachdem die besondere Bedeutung von Forschung und Innovation im Pakt für Wachstum und Beschäftigung unterstrichen wurde.
Für thematische Forschungsprioritäten sind davon insgesamt 4,8 Milliarden Euro offen. Industrielle Innovationen werden durch marktnahe Maßnahmen wie Pilot- und Demonstrationsprojekte, Standardisierung und Technologietransfer gefördert. Besonderes Augenmerk gilt den Klein- und Mittelbetrieben (KMU), für die Fördermittel bis zu 1,2 Milliarden Euro vorgesehen sind.
Unter den innovationsrelevanten Förderzielen, die hier eine besondere Rolle spielen, findet sich zum Beispiel der Themenbereich Informations- und Kommunikationstechnologie: fast 1,5 Milliarden Euro sind dafür in der aktuellen Ausschreibung vorgesehen. Dieser Schwerpunkt spielt auch in der Forschungsförderung des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) traditionell eine zentrale Rolle und ist mit bisher 173 Millionen Euro lukrierten EU-Fördermitteln gleichzeitig der erfolgreichste Bereich der österreichischen Beteiligung an FP7.
Ein weiterer erfolgreicher Forschungsschwerpunkt des BMVIT, der sich in der aktuellen Ausschreibung wiederfindet, ist "Intelligente Städte und Gemeinden" mit etwa 356 Millionen Euro für Research and Development (R&D, deutsch: Forschung und Entwicklung) zu Technologien zur Förderung der Nachhaltigkeit städtischer Gebiete.
Weitere Schwerpunkte der Ausschreibung mit Technologiebezug, wo sich Österreich wieder erfolgreich beteiligen wird, sind die Forschung- und Technologieentwicklungsthemen Verkehr, Energie, Sicherheit, Luftfahrt, Materialforschung, Nanotechnologien und Werkstoffwissenschaften.
Bisher wurden insgesamt Forschungsfördermittel in der Höhe von rund 650 Millionen Euro an heimische Forschungs-, Technologie- und Innovations-Institutionen (FTI-Institutionen) zugesagt. Das entspricht einer Rückflussquote von 130 Prozent und bedeutet, dass Österreich mehr Geld aus dem Rahmenprogramm ausbezahlt bekommt als seinem rechnerischen Anteil an Einzahlungen entspricht. Aus der aktuellen Ausschreibung kann, ausgehend von bisherigen Erfahrungen, mit Fördermitteln von um die 100 Millionen Euro für Technologiethemen für Österreich gerechnet werden.
In "Horizon 2020", dem Nachfolgeprogramm zu FP7 wird Innovation eine noch bedeutendere Rolle spielen als bisher und die Förderung von Schlüsseltechnologien ein zentrales Anliegen des Programms sein. Eine Verstärkung der Beteiligung der Wirtschaft soll durch eine drastische Vereinfachung der Beteiligungsregeln und durch gezielte Maßnahmen zur Unterstützung von Innovationen bis zur Markteinführung erreicht werden.
Service: Für Detailinformationen steht das BMVIT,
Abteilung Grundsatzangelegenheiten im Bereich Innovation
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E-Mail: brigitte.weiss@bmvit.gv.at zur Verfügung.
Mag. Marianne Lackner
Pressesprecherin von Bundesministerin Doris Bures
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT)
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