Wien, 17.07.2012
Um die Leistungen von Frauen und die Wichtigkeit von weiblicher Kreativität und der weiblichen Perspektive im Technologie- und Forschungsbereich sichtbar zu machen, wählt eine interdisziplinär besetzte, unabhängige Jury aus hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft, der Wissenschaft und des Personalmanagements eine herausragende Expertin aus der FEMtech Expertinnendatenbank auf dem Gebiet der Forschung und Technologie zur "FEMtech-Expertin des Monats". Im Juli 2012 ist die Wahl auf Sabine Putz gefallen, die sich in der Solarthermiebranche profiliert hat.
Die Grazerin Sabine Putz ist seit 2009 Leiterin der neunköpfigen Forschungs- und Entwicklungsabteilung beim steirischen Solartechnikunternehmen SOLID. Das Unternehmen SOLID hat sich auf sämtliche Anwendungsgebiete für thermische Großsolaranlagen (mehrere 1.000m2) für Warmwasseraufbereitung, Raumheizung, Prozesswärme (Fernwärmeeinspeisung) sowie thermisch angetriebene Kühlmaschinen spezialisiert. Putz ist Projektleiterin von zahlreichen nationalen und internationalen Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Zudem ist sie Subtask-Leiterin der "International Energy Agency (IEA) Task 45". Dieses Teilprojekt soll dazu beitragen den Großanlagenbau in der Solarthermiebranche durch geeignete Hydrauliken, Großkollektoren und systematische Qualitätssicherung zu optimieren.
Putz ist Ingenieurin und hat ein Kolleg für technische Chemie absolviert. Ihre Berufslaufbahn startete sie in der Photovoltaikbranche als Entwicklungstechnikerin und Projektmanagerin bei der Isovolta AG in Werndorf, wo sie bereits erste Erfahrungen als Projektkoordinatorin der Europäischen Union (EU) sammeln konnte. Bevor sie zu SOLID kam, machte sie einen Abstecher in die Metallverarbeitungsbranche als Produkttechnologin von Heuberger Eloxal (Graz). Zudem war sie auch in der Medizintechnik im Anforderungs- und Risikomanagement bei Roche Diagnostics (Graz) tätig.
Frauen in der naturwissenschaftlich-technischen Forschung zu fördern, war Putz schon früh ein Anliegen, startete sie doch selbst nach ihrer Ausbildung als einzige Frau in einer Forschungs- und Entwicklungsabteilung. In ihrer neunjährigen Tätigkeit als Betriebsrätin in der Isovolta AG legte sie daher besonderes Augenmerk auf die Förderung von Frauen. In ihrer jetzigen leitenden Position unterstützt sie Wiedereinsteigerinnen nach der Karenz und bietet ihnen flexible Teilzeitarbeitsmodelle. Denn "Frauen bringen in Produktionsbetrieben ohne Einschränkungen mindestens die gleiche Leistung wie ein Mann", ist Putz überzeugt.
Mit der monatlichen Expertinnenwahl stellt das BMVIT seit März 2005 Frauen aus der FEMtech Expertinnendatenbank vor, die sich erfolgreich im Technologie- und Forschungsbereich etabliert haben. Das ausführliche Porträt der "FEMtech-Expertin des Monats" sowie zur FEMtech Expertinnendatenbank finden Sie auf www.femtech.at.
Mag. Marianne Lackner
Pressesprecherin von Bundesministerin Doris Bures
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT)
Telefon: + 43 (0)1 711 62 65 8121
E-Mail: Marianne.Lackner@bmvit.gv.at
OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders