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Wien, 20.10.2012
Intelligente Verkehrssysteme (ITS - Intelligent Transport Systems) werden uns in Zukunft rechtzeitig und punktgenau vor brenzligen Situationen im Straßenverkehr warnen, uns Sprit sparen helfen, indem sie die effizienteste Route vorschlagen, uns einen Vorschlag zum Umsteigen auf die öffentlichen Verkehrsmittel liefern und das Ticket gleich mitbestellen. Eine weltweite Leistungsschau dieser neuesten Technologien fand von 22. bis 26. Oktober in der Messe Wien statt. Verkehrsministerin Doris Bures freute sich als Gastgeberin, dass der Kongress am 25. Oktober für alle Interessierten offen stand: "Jeder kann hinkommen und sich selbst überzeugen und testen, wie wir uns in Zukunft fortbewegen werden."
Der ITS-Weltkongress ist die weltweit wichtigste Veranstaltung zu intelligenten Verkehrssystemen und fand heuer erstmals in Wien statt. Auf 20.000 m² präsentierten über 300 Aussteller die neuesten Verkehrstechnologien, 50 österreichische Unternehmen waren vertreten, rund 8.000 Besucher/Besucherinnen wurden erwartet.
Das Verkehrsministerium treibt die Entwicklung dieser Systeme durch gezielte Förderungen voran, weil deren Einsatz mehrfachen Nutzen haben: "Sie bringen uns nicht nur schneller, sondern auch sicherer und umweltfreundlicher an unser Ziel", erklärt Bures. Rund 100 Millionen Euro wurden in den letzten zehn Jahren in die Schlüsseltechnologien der Verkehrstelematik investiert. Damit wurden außerdem wichtige Impulse für die Wirtschaft gesetzt und dazu beigetragen, dass eine starke heimische ITS-Industrie aufgebaut werden konnte. Ministerin Bures ist überzeugt: "Das ist gut investiertes Geld. Wir schaffen ein umweltverträgliches, effizientes und sicheres Verkehrssystem und stärken gleichzeitig die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Verkehrstechnologiesektors, eine Schlüsselbranche in Österreich."
Verkehrsministerin Bures freut sich, dass viele dieser Technologien "jetzt den entscheidenden Schritt von der Entwicklungsphase in die Anwendung machen". So wurde zum Beispiel mit dem Kongress das Testfeld Telematik auf der Wiener Südosttangente (A23), der mit mehr als 200.000 Fahrzeugen pro Tag am dichtesten befahrenen Straße Europas, gestartet. Bis zu 3.000 Testfahrer/Testfahrerinnen werden mit Navigationsgeräten bzw. Smartphone Apps ausgestattet, und bekommen punktgenaue Infos ins Auto (entweder von anderen Fahrzeugen oder von 250 Sensoren). Diese Informationen reichen von Verkehrszeichen über Warnung vor gefährlichen Situationen bis hin zu Standort- und Auslastungsinformationen zu Park & Ride-Anlagen mit Umsteigeempfehlungen zu Öffentlichen Verkehrsmittel. Und hier ist Österreich Vorreiter in ganz Europa: Der Autobahnbetreiber Asfinag informiert darüber, wann und wo Autofahrer/Autofahrerinnen am besten in Bus oder Bahn umsteigen können. "Dieses Miteinander von Straße und Öffis freut mich ganz besonders", sagte Bures, "denn nur so können wir den steigenden Verkehr auch umweltfreundlich bewältigen."
Mag. Marianne Lackner
Pressesprecherin von Bundesministerin Doris Bures
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT)
Telefon: + 43 (0)1 711 62 65 8121
E-Mail: Marianne.Lackner@bmvit.gv.at
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