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Der Girls Day im Bundesdienst fand am 28. April 2011 bereits zum sechsten Mal statt. Auf Initiative von Infrastrukturministerin Doris Bures haben wieder zahlreiche Organisationen im Umfeld des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) ihre Tore geöffnet, um jungen Frauen und Mädchen umfassende, praxisnahe Einblicke in die überwiegend technischen Berufsbilder im Infrastruktur- und Verkehrsbereich zu bieten. Ziel der Initiative ist es, junge Frauen und Mädchen zu motivieren in diese Berufe einzusteigen. „Wir können es uns nicht leisten, auf die Hälfte des kreativen Potenzials unseres Landes zu verzichten. Daher ist es mir ein besonderes Anliegen, wesentlich mehr Mädchen und junge Frauen in technische Berufe zu bringen - nur so können wir unser Ziel erreichen, unter die Top 3 der innovativsten Volkswirtschaften Europas aufzusteigen", betonte Bures.
Besonders männerdominiert ist die Luftfahrt. Unter den Beschäftigten in Organisationen der zivilen Luftfahrt liegt der Frauenanteil bei lediglich 28 Prozent, so eine internationale Studie im Auftrag des BMVIT, bei der zivile Luftfahrtunternehmen aus 27 Staaten unter die Lupe genommen worden sind:
Ministerin Bures: „Die Luftfahrt ist ein Bereich, der Frauen große Chancen bietet. Ich freue mich deshalb sehr, dass es uns gelungen ist, in der Austro Control den Anteil der Fluglotsinnen deutlich zu erhöhen. Ich bin überzeugt, dass auch die Bemühungen der Austrian Airlines (AUA) zu mehr Frauen als Pilotinnen und Technikerinnen führen werden.“
Bei den Fluglotsinnen und Fluglotsen der Austro Control, die 2009 aufgenommen worden sind, waren 19 Prozent weiblich, 2010 ist der Frauenanteil schon auf 33 Prozent gestiegen. Insgesamt arbeiten 22 Prozent Frauen im Unternehmen.
Bei der AUA-Gruppe ist der Pilotinnen-Anteil mit drei Prozent (32 Pilotinnen) noch sehr niedrig. Die ersten Pilotinnen bei der AUA gab es 1996, bei Tyrolean im Jahr 2002.Aktuell ist die AUA bemüht, das Berufsbild Pilot und die technischen Berufe für weibliche Interessenten schmackhafter zu machen. Aus dem Grund nimmt die AUA seit 2007 am „Audit Familie und Beruf“, einem Projekt zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, teil und ist auch als familienfreundliche Unternehmensgruppe zertifiziert (www.familieundberuf.at). Ein ausgeklügeltes Dienstplan-Wunsch-System, Gleitzeit (ohne Kernzeit) oder verschiedene Teilzeitmodelle, mit geblockter Arbeitsleistung (etwa: 1 Monat voll und dafür während eines Schul-Ferienmonats frei, bei durchgehend 50 Prozent Bezahlung) stehen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung.
Neben dem Girls Day hat die Infrastrukturministerin zahlreiche andere Initiativen gesetzt, die insbesondere junge Frauen ansprechen und ihnen den Einstieg ins Berufsleben erleichtern sollen: