Wien, 27.10.2011
News: Wie erleben Sie die Wertschätzung Österreichs in China?
Doris Bures: Man kennt und schätzt unser Land hier ganz besonders. Natürlich sind wir für Kultur, die klassische Musik und unsere Geschichte bekannt. Als Tourismusland haben wir mit guter Luft und sauberem Wasser ein gutes Image. Das ist ein Türöffner. Jetzt stellen wir Österreich als innovatives Hochtechnologieland vor. Das ist ein wesentlicher Teil meines Besuches. Dadurch können wir wirtschaftliche Kooperationen vertiefen.
News: Chinas Staatspräsident Hu Jingtao kommt am Sonntag nach Österreich. Wie deuten Sie den Besuch?
Bures: Der Besuch des Staatsoberhauptes gemeinsam mit seiner Gattin stellt eine hohe Auszeichnung dar. Hier in China spürt man das, wenn uns höchste Repräsentanten empfangen.
News: Was sind die zentralen Punkte Ihrer Mission in China?
Bures: Wir wollen heimischen Unternehmen im Bereich der Hochtechnologie Aufträge in China verschaffen, damit Forschung und Innovation in Österreich ankurbeln und letztendlich hochqualifizierte Arbeitsplätze sichern. Derzeit sind rund 600 österreichische Firmen in China tätig, und zwar auf Gebieten, auf denen heimische Unternehmen weltweit führend sind.
News: Welche Bereiche sind das?
Bures: Das sind drei große Bereiche: die Verkehrs- und Eisenbahntechnologie, die Umwelt- und Energietechnologie sowie die Informations- und Kommunikationstechnologie. Diese Themen sind für die Volksrepublik von größter Bedeutung. Die Herausforderungen sind die Mobilität, der Umweltschutz und die Reduktion von Emissionen.
News: Was ist Ihre Rolle dabei?
Bures: Auf politischer Ebene vereinbare ich Kooperationen mit Regierungsmitgliedern und dem Vizevorsitzenden der Reform- und Entwicklungskommission, welche die Fünfjahrespläne erstellt. Damit werden Aufträge an heimische Firmen möglich und wahrscheinlich.