Alpenquerend ist jeder Verkehr, der bei einem Alpenübergang den Alpenhauptkamm überquert.
Es gibt mehrere Gründe, weshalb der alpenquerende Güterverkehr nicht nur für Österreich von besonderer Bedeutung ist. Die Alpen sind ein ökologisch sensibles Gebiet, in dem die Auswirkungen des Verkehrs schwerwiegender sind als im Flachland. Die durch den Verkehr belasteten Täler sind teilweise dichte Siedlungsräume; eine funktionierende Umwelt in diesem Bereich ist für den österreichischen Fremdenverkehr besonders wichtig.
Zudem ist der alpenquerende Güterverkehr von hohem politischen und europäischen Interesse, denn die Warenströme über die Alpen stellen für Europa wesentliche Wirschaftsverflechtungen dar.
Die Erhebung zum alpenquerenden Gütervekehr (CRAFT) wird alle fünf Jahre durch das französische Verkehrsministerium, dem Schweizer Bundesamt für Raumentwicklung und dem österreichischen Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) durchgeführt. Die ersten beiden Erhebungen fanden 1994 und 1999 statt, die vorliegende Erhebung von 2004 ist die dritte dieser Art. Diese erfolgte zudem unter Einbeziehung von Italien. Hauptvorteil von CRAFT ist die Verwendung einer einheitlichen Methode zur Erhebung des Güterverkehrs. Sie liefert vergleichbare Daten in allen drei Staaten und konsistente Resultate für den gesamten Alpenbogen.
Die vorliegende Broschüre gibt eine Übersicht über die Entwicklung des alpenquerenden Güterverkehrs in Österreich in den letzten zehn Jahren und erläutert die Erhebungsmethode und die erhobenen Daten. Zudem werden die österreichischen Ergebnisse denen aus der Schweiz und aus Frankreich gegenüber gestellt.
[Erschienen im Jahr 2006, Wien, 42 Seiten, Herausgeber: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie]
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