Diplomarbeit
Autorin: Agnieszka Sliwinski
Dieser Band ist um 20 Euro erhältlich ( Bestellinformation).
Mehrzweckstreifen (MZS) sind eine besondere Ausführung von Radfahrstreifen und wurden zum ersten Mahl im Jahr 1994 in der österreichischen StVO (Straßenverkehrsordnung) verankert. Sie schaffen grundsätzlich zwei neue Möglichkeiten für Radfahrer in engen Straßennetzen.
Einerseits können Radfahrer auf der Fahrbahn, auf einem ihnen zugeteilten Bereich fahren, welcher mit einer Warnlinie von der so genannten Restfahrbahn abgegrenzt ist. Dadurch dürfen Fahrzeuge, welchen der angrenzende Fahrstreifen nicht breit genug ist, den MZS bei Bedarf und unter besonderer Rücksichtnahme auf den Radfahrer befahren. Daraus ergibt sich, dass MZS dort angelegt werden sollen, wo die Realisierung anderer Radfahranlagen aufgrund des Straßenquerschnitts nicht möglich ist und trotzdem eine Entmischung des Kfz- und Radverkehrs gewünscht wird. Dennoch muss der Straßenquerschnitt ausreichend dimensioniert sein, um die in der RVS 3.13 (Richtlinien und Vorschriften für den Straßenbau, nicht motorisierter Verkehr – Radverkehr) festgelegten Regelbreiten und im Ausnahmefall der Mindestbreiten einzuhalten. Vor dieser Regelung konnten Radfahrstreifen nur realisiert werden, wenn die verbleibende Kernfahrbahn für breite Fahrzeuge ausreichend dimensioniert war. Durch die flexiblen Einsatzgrenzen können MZS dazu beitragen das Radnetz zu erweitern. Der entscheidende Unterschied zwischen MZS und Radfahrstreifen ist die Restfahrbahnbreite.
Andererseits bieten MZS eine Gestaltungsmöglichkeit für effizientere Führung im Einordnungsbereich von Kreuzungen und sollen beitragen, die Unfallgefahr an diesen Stellen zu reduzieren. Begründet wird dies damit, dass Radfahrer in den Verkehrsablauf auf der Straße miteingebunden und dadurch für Kfz-Lenker besser erkennbar sind.
1. Einleitung
1.1. Themenrelevanz
1.2. Aufgabenstellung und Forschungsfragen
1.3. Methodische Vorgangsweise
2. Mehrzweckstreifen im Überblick
2.1. Geschichtliche Entwicklung
2.2. Rechliche Aspekte im Bezug auf Radfahranlagen
2.3. Bautechnische Aspekte
2.4. Vorteile und Nachteile von Mehrzweckstreifen
2.5. Wirtschaftliche Aspekte
3. Bewertung von Mehrzweckstreifen
3.1. Vorgehen bei den Untersuchungen
3.2. Vorher-/Nachheruntersuchungen der Testmehrzweckstreifen
3.3 Untersuchung weiterer Mehrzweckstreifen
4. Ergebnisse der Befragung
5. Schlussfolgerung
Literaturverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Anhang