Für erhöhte Sicherheit bei Bahnübergängen ohne Schranken- oder Lichtzeichenanlagen gibt es die Zusatztafel „auf Pfeifsignal achten“. Das Pfeifsignal kommt vom herannahenden Zug. Beim Übersetzen von Eisenbahnkreuzungen ist dabei folgendes gut zu beachten:
- Die Straßenbenützer haben bei der Annäherung an und beim Übersetzen von Eisenbahnkreuzungen, die nicht durch Schranken- oder Lichtzeichenanlagen gesichert sind, unter anderem die Bestimmungen des § 17 der Eisenbahn-Kreuzungsverordnung 1961 in der geltenden Fassung zu beachten: "... durch Ausblick auf den Bahnkörper und durch besondere Achtsamkeit auf allfällige akustische Signale herannahender Schienenfahrzeuge ...". Das heißt, die Straßenbenützer sind verhalten, stets zu schauen und zu hören.
- Bei Eisenbahnkreuzungen, die durch Andreaskreuze und Gewährleisten des erforderlichen Sichtraumes gesichert werden, ist die Anbringung des Straßenverkehrszeichens "Halt" nur vorgeschrieben, wenn der Ermittlung des erforderlichen Sichtraumes ein Anhalten vor der Eisenbahnkreuzung zu Grunde zu legen ist.
- Bei Eisenbahnkreuzungen, die durch Andreaskreuze und Abgabe akustischer Signale vom Schienenfahrzeug aus gesichert werden, ist das Straßenverkehrszeichen "Halt" immer angebracht.
- Um bei Eisenbahnkreuzungen, die durch Andreaskreuze und Abgabe akustischer Signale vom Schienenfahrzeug aus gesichert sind, die Straßenverkehrsteilnehmer eindringlich darauf hinzuweisen, nicht nur zu schauen, sondern auch auf vom Zug aus abgegebene Pfeifsignale zu achten, wird eine Zusatztafel „auf Pfeifsignal achten“ angebracht.
- Diese Zusatztafel (Abmessungen 470 Millimeter mal 310 Millimeter) wird am Steher des Andreaskreuzes angebracht.
- Das auf der Tafel dargestellte Symbol der Lokomotive entspricht der Darstellung auf dem Gefahrenzeichen „Bahnübergang ohne Schranken“.
- Die Tafeln werden ab April 2006 innerhalb von drei Monaten im gesamten Bundesgebiet bei allen durch Andreaskreuze und Abgabe akustischer Signale vom Schienenfahrzeug aus gesicherten Eisenbahnkreuzungen (etwa 3500 Eisenbahnkreuzungen; insgesamt etwa 4800 einzelne Tafeln) montiert.