Das österreichische Verkehrssystem ist geografisch ein zentraler Bestandteil eines europäischen Gesamtsystems. Es ist unbestritten, dass ein leistungsfähiges Verkehrssystem in Österreich ein wichtiges Entscheidungskriterium für wirtschaftliche Entwicklung und Industrieansiedlung und darüber hinaus die Grundlage für die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung des Landes darstellt. Es ist ebenso unbestritten, dass ein leistungsfähiges und barrierefrei zugängliches Verkehrssystem in Österreich ein wesentliches Kriterium für die Gewährleistung der Mobilität der Menschen in Österreich ist und als wesentlicher Faktor für die Erhaltung der Lebensqualität bewertet wird.
Die Entscheidungen zum Aus- und Umbau der Infrastruktur sind aufgrund der entstehenden Kosten und der Langfristigkeit der Infrastrukturnutzung von großer Tragweite. Das bmvit ist bestrebt, diese Entscheidungen fundiert aufzubereiten und eine klare Strategie für die Verkehrsinfrastruktur vorzugeben.
Durch die Vorgaben des Bundesfinanzrahmengesetzes, aber auch durch eine geänderte Verkehrsentwicklung aufgrund der Wirtschaftskrise waren Anpassungen der bisherigen Infrastrukturprogramme erforderlich. Die erfolgte Evaluierung der Projekte führt zu einer Dringlichkeitsreihung, einer Redimensionierung der Projekte und – in einigen Fällen – auch einer Anpassung der Netze.
Als Grundlage für die Bewertung der Infrastrukturvorhaben dienen die Ergebnisse des Projektes "Verkehrsprognose Österreich 2025+" (VPÖ2025+) als fundierte Einschätzung der zukünftigen Entwicklung der Verkehrsnachfrage.