Einerseits bewirken Änderungen der Verkehrsinfrastruktur Anreize zur Siedlungsentwicklung, und andererseits kommt es durch den Wandel der Siedlungsstruktur auch zu einer Änderung der Bedeutung von Verkehrsarten. So wird beispielsweise in letzter Zeit auf Grund von gegebenen Standortvorteilen vermehrt eine Konzentration der Arbeitsplätze in den Ballungsgebieten beobachtet.
Dem gegenüber kann der Wohnstandort auf Grund des weiteren Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur zunehmend „flexibler“ gewählt werden. Dies führt zu erhöhten Pendlerdistanzen bzw. -zeiten mit entsprechenden wirtschaftlichen, sozialen und Umwelt- Auswirkungen. Generell haben sowohl die Ausdehnung der Siedlungsfläche als auch das Abgehen von kompakten Bebauungsformen (also die Zersiedelung), trotz des vergleichsweise geringen Bevölkerungswachstums, grundsätzlich eine Zunahme des Verkehrsaufwandes zur Folge. Gemeinsam mit einer nach wie vor anhaltenden Entmischung von Flächennutzungen bedingen diese Entwicklungen Siedlungs- bzw. Raumstrukturen, die die Chancen für den nicht motorisierten und den öffentlichen Verkehr verringern und somit den motorisierten Individualverkehr fördern.
Das Kapitel „Räumliche und sozioökonomische Grundlagen“ enthält Informationen zu folgenden Themenbereichen: