Das Seilbahnwesen in Österreich blickt auf eine jahrzehntelange Tradition zurück, welche 1926 mit der ersten Seilschwebebahn auf die Rax begonnen hat, sich über den ersten Sessellift in der Wildschönau 1947 fortgesetzt hat und nunmehr bei einer Dreierseilbahn in Kitzbühel angekommen ist.
Sowohl für den Winter- als auch für den Sommertourismus ist die Erschließung der Berge von enormer Bedeutung. Die 3.063 Seilbahnanlagen – 1.079 öffentliche und 1.984 nichtöffentliche Seilbahnen (Schlepplifte) – befördern jährlich rund 600 Millionen Fahrgäste. Das sind mehr Beförderungen als die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und Linienbusse zusammen verzeichnen. Die Seilbahnwirtschaft stellt mittlerweile einen aus Österreich nicht mehr wegzudenkenden Wirtschaftsfaktor dar. Im Zeitraum 2009/2010 verbuchte die Seilbahnbranche einen Gesamtumsatz von rund 1,14 Milliarden Euro. Das Investitionsvolumen von 550 Millionen Euro leistet einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung. Darüber hinaus tragen Österreichs Seilbahnen zur Sicherung von Arbeitsplätzen in ländlichen Regionen bei. Insgesamt sind rund 14.000 Personen bei den 254 Seilbahnunternehmen beschäftigt.
Die Seilbahnen zählen zu den sichersten Massenverkehrsmitteln, was unter anderem auf die strengen Maßstäbe hinsichtlich Sicherheit zurückzuführen ist. Für die Aufrechterhaltung dieses hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards setzt sich das bmvit unter anderem auf europäischer Ebene, aber auch in einer Vielzahl von nationalen und internationalen Seilbahngremien ein.