Das Seilbahnwesen in Österreich blickt auf eine jahrzehntelange Tradition zurück, welche 1926 mit der ersten Seilschwebebahn auf die Rax begonnen hat, sich über den ersten Sessellift in der Wildschönau 1947 fortgesetzt hat und nunmehr bei einer Dreiseilbahn in Kitzbühel angekommen ist.
Sowohl für den Winter- als auch für den Sommertourismus ist die Erschließung der Berge von enormer Bedeutung, erkennbar an der Tatsache, dass etwa drei Viertel aller Winterurlauber nach Österreich kommen. Die 3.001 Seilbahnanlagen – 1.000 öffentliche und 2.001 nichtöffentliche Seilbahnen (Schlepplifte) – befördern jährlich rund 600 Millionen Fahrgäste. Das sind mehr Beförderungen als die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und Linienbusse zusammen verzeichnen. Die Seilbahnwirtschaft stellt mittlerweile einen aus Österreich nicht mehr wegzudenkenden Wirtschaftsfaktor dar. Im Zeitraum 2007/08 verbuchte die Seilbahnbranche einen Gesamtumsatz von rund 1,1 Milliarden Euro. Das Investitionsvolumen von 557 Millionen Euro leistet einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung. Darüber hinaus tragen Österreichs Seilbahnen zur Sicherung von Arbeitsplätzen in ländlichen Regionen bei. Insgesamt sind rund 14.300 Personen bei den 261 Seilbahnunternehmen beschäftigt.
Die Seilbahnen zählen zu den sichersten Massenverkehrsmitteln, was unter anderem auf die strengen Maßstäbe hinsichtlich Sicherheit zurückzuführen ist. Für die Aufrechterhaltung dieses hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards setzt sich das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) unter anderem auf europäischer Ebene, aber auch in einer Vielzahl von nationalen und internationalen Seilbahngremien ein.
Am Mittwoch, dem 22. April 2009 fand in Innsbruck die Österreichische Seilbahntagung im Rahmen der Interalpin 2009 statt. Im Dokument unterhalb des Artikels können Sie die Untersuchungsergebnisse der Seilbahnstudie von Maria Wieser nachlesen.