Grundsätzlich werden die Ergebnisse wissenschaftlicher Projekte zur Hebung der Verkehrssicherheit in Österreich in der Schriftenreihe "Forschungsarbeiten aus dem Verkehrswesen" veröffentlicht und können auch bestellt werden.
Projektpartner: KFV, Vertreterinnen/Vertreter der Gemeinden des Bezirks Mistelbach, Polizeikommando und BH Mistelbach, Amt der niederösterreichischen Landesregierung
Gegenstand des Projekts war die Erstellung eines Leitfadens, um interessierten Bezirken oder Gemeinden die eigenständige Entwicklung eines Verkehrssicherheitsprogramms in ihrem Wirkungsbereich zu ermöglichen. Als Ergebnis des Projekts liegen Empfehlungen für die Verbesserung des bestehenden Leitfadens sowie für die zukünftige Gestaltung von Verkehrssicherheitsmaterialien für Städte, Gemeinden und Bezirke vor. Auf Basis dieses Leitfadens entwickelte der Bezirk Mistelbach ein Verkehrssicherheitsprogramm.
KfV, TU Graz Institut für Fahrzeugsicherheit
Event Data Recorder – Unfalldatenschreiber – stellen im Falle eines Unfalls fahrzeugspezifische Parameter zur Verfügung, sodass Unfallursachen leichter festgestellt und zumeist auch Schuldfragen objektiv beantwortet werden können. Das Projekt EDR analysierte die Sinnhaftigkeit und Möglichkeiten der Einführung in Osterreich. Aufgrund der Studienergebnisse soll die verpflichtende Einführung von EDR für gewerbliche Personentransporte (Schulbusse und Taxis) sowie für Gefahrguttransporte vorangetrieben werden.
FGM
Beim Konzept Shared Space wird der öffentliche Raum zugleich als sozialer Raum und Verkehrsraum aufgefasst. Diese beiden Funktionen müssen entsprechend gestaltet werden. Das Shared Space Netzwerk hat es sich zur Aufgabe gemacht, sein Wissen um den Prozess Shared Space nach Außen zu tragen.
Es wurde ein Informationsfolder zum Thema herausgegeben um die grundsätzlichen Prinzipien, Qualitäten und Potentiale darzustellen und mit Netzwerkpartnerinnen/-partner in Kontakt zu treten.
Österreichisches Rotes Kreuz
Obwohl im Rahmen der Führerscheinausbildung in Osterreich die Absolvierung eines Erste-Hilfe-Kurses verpflichtend vorgesehen ist, haben Führerscheinbesitzerinnen/Führerscheinbesitzer trotzdem zu wenig Selbstvertrauen, um lebensrettende Sofortmaßnahmen durchzuführen. Das Kursdesign (Methodik, Didaktik, Inhalte) wurde deshalb überarbeitet. Das Projekt hat gezeigt, dass Motivation und Selbstvertrauen sowie die Qualität der Hilfeleistung sechs Monate nach der Kursabsolvierung deutlich verbessert werden konnten.
autokindersitz.at
Im Jänner 2010 wurden auf der Vienna Autoshow – der bedeutendsten österreichischen Messe rund ums Auto mit knapp 150.000 Besucherinen und Besucher – umfangreiche Informationen zum Thema Kindersicherung im Auto angeboten. Dabei konnte eine breite Auswahl von Kindersitzen führender Hersteller in bereitgestellten Ausstellungsfahrzeugen getestet werden. ISOFIX-Einbaudemonstrationen und mehr als 250 Einzelberatungen wurden durchgeführt. Videospots und Crash-Aufnahmen von Kindersitztests rundeten die Kindersitzausstellung ab.
VCÖ
Gegenstand des Projekts war das Gehen als ursprünglichste Mobilitätsform, dessen Vorteile sowie die Darstellung von Maßnahmen, die erforderlich sind, um den Fußgängerinnen und Fußgängern das gefahrlose Gehen zu ermöglichen. Weiters wurden die positiven Auswirkungen eines erhöhten Anteils an gehenden Verkehrsteilnehmerinnen/Verkehrsteilnehmern auf die Verkehrssicherheit dargestellt.
nast-Consult, KfV
Gegenstand des Projekts war die Erstellung eines Handbuchs als Hilfestellung zur Durchführung von „Road Safety Inspections“ (RSI). Durch die Einbindung von Expertinnen und Experten in Form eines begleitenden Arbeitskreises wurde die praxisnahe Anwendbarkeit sichergestellt. Das im Rahmen des Projektes entwickelte Handbuch ist ein wertvolles Hilfsmittel bei der Durchführung von RSI und eine Basis dafür, dass die RSI im österreichischen Straßennetz in einheitlicher Form abgewickelt und dokumentiert werden kann.
Buchklub der Jugend
Ziel des Projekts war es, Verkehrssicherheitsthemen in Form eines Lesebuchs für die Zielgruppe Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren anzubieten. Die Evaluierung hat gezeigt, dass sinnerfassendes Lesen entsprechend aufbereiteter verkehrssicherheitsrelevanter Themen tatsächlich die Verkehrssicherheit von Kindern erhöhen kann.
FGM
Vor dem Hintergrund eines konstanten Anstiegs des Elternhol- und -bringverkehrs mit dem Auto soll das Augenmerk des Kinderbuchs auf der Verkehrsvermeidung und der Rückeroberung des Schulwegs als wichtiger Lern- und Erlebnisraum für Kinder liegen. Das Buch richtet sich an Kinder ab der 5. Schulstufe.
Theaterlabor
Mit Hilfe eines Kindermalwettbewerbs sowie eines Verkehrssicherheitstheaters wurden bewusstseinsbildende Verkehrserziehungsmaßnahmen für Kinder durchgeführt. Ein Malwettbewerb für Volksschulkinder wurde in Kooperation mit einer Tageszeitung abgewickelt, eine Jury bewertete die mehr als 300 eingelangten Zeichnungen. Die besten fünf Zeichnungen wurden ausgewählt und erhielten für ihre Schule eine Vorführung des Verkehrssicherheitstheaters „Zebrastreifen wiehern nicht“.
Beim Verkehrssicherheitstheater „Zebrastreifen wiehern nicht“ handelt es sich um ein Theaterstück über Verkehrserziehung unter Einbeziehung der Kinder. Die Inhalte entsprechen den Unterrichtslinien für Verkehrserziehung in Kindergarten und Volksschulen. Auf spielerische Weise und mit theatralischen Mitteln wird den Kindern nahe gebracht, wie sie sich im Verkehr richtig verhalten sollen. An den Aufführungen haben insgesamt rund 900 Volksschulkinder teilgenommen.