Die Europäische Kommission hat im Februar 2007 eine Gemeinschaftsstrategie für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz für den Zeitraum 2007-2012 veröffentlicht. Die Gemeinschaftsstrategie richtet sich an alle 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU). Grundsätzliches Ziel der Europäischen Kommission ist die Senkung der Arbeitsunfälle bis 2012 EU-weit um durchschnittlich 25 Prozent.
Bei der Umsetzung sind alle Arbeitnehmerschutzakteure an einen Tisch gerufen worden, die Sozialpartner, Unfallversicherungsträger, Ländervertreter, Ärztekammer, Arbeitsinspektionen, Sozial-, Gesundheits- und Bildungsministerium.
Den Beteiligten bietet die Arbeitsschutzstrategie die Bildung von Netzwerken und Kooperationen, den Austausch von Fachwissen und Informationen sowie den gezielten Einsatz ihrer Stärken. Durch diese Bündelung ist eine effektive und effiziente Umsetzung der Kernelemente und Ziele der Arbeitsschutzstrategie gewährleistet.
Zur Durchführung der Umsetzung wurden 4 Arbeitsgruppen ins Leben gerufen und die in diesen Arbeitsgruppen arbeitenden Experten sind Garanten dafür, die sehr ehrgeizigen Ziele auch in die Tat umzusetzen.
Das Verkehrs-Arbeitsinspektorat arbeitet in allen 4 Arbeitsgruppen mit.
In den Arbeitsgruppen wurden bereits eine große Anzahl von Projekten geplant beziehungsweise befinden sich bereits in der Umsetzungsphase. Zur Gefahrenbeurteilung (Evaluierung) wurde ein Grundlagenfolder „Das kleine Einmaleins der Arbeitsplatzevaluierung“ erarbeitet. Damit soll der Informationstransfer beziehungsweise die Sichtweise der Gefährdungsbeurteilung in den Unternehmen, speziell in den Klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU), erleichtert werden.
Im Jahr 2008 wurde mit einer gemeinsamen Erhebung der Arbeitsaufsichtsbehörden (Arbeitsinspektion, Verkehrs-Arbeitsinspektion und Land- und Forstinspektion) zu den rechtlichen Anforderungen an die Gefährdungsbeurteilung und Sammlung von Daten über Präventivkräfte in den Betrieben begonnen. Die Inspektionskampagne erstreckt sich über den Zeitraum November 2008 bis September 2009. Ziel der Inspektionskampagne ist, Daten über die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben zur Gefährungsbeurteilung beziehungsweise Präventivkräfte zu erhalten und daraus weitere Folgemaßnahmen abzuleiten.
Im Bereich des Verkehrs-Arbeitsinspektorates wurden 400 Betriebe zur Inspektion ausgewählt. Mit diesem Projekt wird auch ein Beitrag zur Europäischen Kampagne 2008 bis 2009 der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz geleistet.