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Ausgaben der öffentlichen Hand in Österreich

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Titelbild
Rechte: bmvit

Erhebung für die Internationale Energieagentur (IEA)

Durch den Anstieg des Energieverbrauchs, Versorgungskrisen und den drohenden Klimawandel rückt das Thema einer nachhaltigen Energieversorgung immer mehr in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat zuletzt die Notwendigkeit einer „Energietechnologie-Revolution“ betont. Dafür müssen in den nächsten Jahrzehnten erhebliche Infrastrukturmaßnahmen getätigt und auch die Entwicklung von neuen Technologien vorangetrieben werden.

Mit dem European Strategic Energy Technology Plan (SET-Plan) legte die Europäische Kommission 2008 einen Strategieplan vor, um Ausbau und Verbreitung emissionsarmer Energietechnologien voranzutreiben.

Die nationalen Energieforschungsausgaben der öffentlichen Hand werden jährlich in allen Mitgliedsländern der IEA detailliert erhoben und sind ein wertvoller Indikator für die Energieforschungspolitik eines Landes. Positiv anzumerken ist die deutliche Zunahme an Forschung zum Thema erneuerbare Energie.

Österreich hat sich zum Ziel gesetzt, die Energieforschungsausgaben weiter zu steigern, um im Bereich der neuen Energietechnologien eine Führungsrolle in Europa zu übernehmen.

[Berichte aus Energie- und Umweltforschung 7/2009, Autoren: A. Indinger, T. Poli-Narendja]

Kurzfassung

Im Jahr 2007 betrugen die Ausgaben der Öffentlichen Hand für Energieforschung in Österreich 31.886.023 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr 2006 sanken dabei die Ausgaben um 24,8 Prozent (10.513.528 Euro).

Zwei Drittel der Ausgaben (67,3 Prozent) [2006: 72,9 Prozent] stellten direkte Finanzierungen durch Förderstellen dar (Bund, Länder, Fonds), ein Drittel (32,7 Prozent) [2006: 27,1 Prozent] machte die mit Bundes- beziehungsweise Landesmitteln finanzierte Eigenforschung an Forschungseinrichtungen (außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Universitäten und Fachhochschulen) aus.

Die Ausgaben der Bundesministerien (ohne FFG-Basisprogramme und FWF) betrugen 11.784.740 Euro [2006: 23.176.071 Euro], davon wurden 58,5 Prozent [2006: 82,0 Prozent] vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) und 20,8 Prozent [2006: 7,4 Prozent] vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) und 16,6 Prozent [2006: 8,52 Prozent] vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) getragen.

Bei den Universitäten mit Ausgaben von 6.615.374 Euro [2006: 7.144.127 Euro] stellten die beiden technischen Universitäten in Wien und Graz den Hauptanteil.

Die gesamten Ausgaben der Bundesländer machten 4.429.318 Euro [2006: 2.980.568] aus. Das Bundesland mit den höchsten Ausgaben für Energieforschung war Wien mit 56,1 Prozent [2006: 10,4 Prozent], gefolgt von Oberösterreich mit 23,3 Prozent [2006: 28,4 Prozent]. Die Steiermark hat mit 7,0 Prozent erstmals die Vorreiterrolle abgeben [2006: 36,5 Prozent].

Fast die Hälfte aller Ausgaben (46,5 Prozent) [2006: 32,6 Prozent] fielen auf den Bereich "erneuerbare Energieträger", der damit einen klaren Schwerpunkt für 2007 darstellte. Bei den Erneuerbaren stellte die Bioenergie mit 80 Prozent [2006: 82 Prozent] den bedeutendsten Technologiebereich dar. Rund ein Viertel (24,1 Prozent) [2006: 23,6 Prozent] der Ausgaben stellte die "Energieeffizienz" dar.

60 Prozent [2006: 56 Prozent] der Mittel wurden dabei für angewandte Forschung eingesetzt, für experimentelle Entwicklung 24 Prozent [2006: 33 Prozent]. Projekte der Grundlagenforschung machten 16 Prozent [2006: 11 Prozent] aus.

Im Rahmen dieser Erhebung wurden 578 Projekte mit Bezug zur Energieforschung für das Berichtsjahr 2007 erfasst und ausgewertet [2006: 560].



Fundstelle: http://www.bmvit.gv.at/innovation/publikationen/allgemein/energieforschungserhebung/energieforschungserhebung.html
Stand: 16.01.2015