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Forschungs- und Technologiebericht 2010

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Titelbild
Rechte: bmvit

Lagebericht gemäß Paragraf 8 (1) Forschungsorganisationsgesetz (FOG) über die aus Bundesmitteln geförderte Forschung, Technologie und Innovation in Österreich

Forschung, Technologie und Innovation (FTI) sind die treibenden Motoren für eine nachhaltige Steigerung der Leistungs-und Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der Gesellschaft. Österreichs Investitionen in FTI haben im Laufe der letzten zehn Jahre zu einem überdurchschnittlichen Wachstum geführt. Diese erfolgreiche Bilanz ist nicht zuletzt auf eine Steigerung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) zurückzuführen. Mit einem Plus von 0,63 Prozent als Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) gemessen im Zeitraum von 2000 bis 2007 (letzte F&E-Statistikerhebung) nimmt Österreich im Vergleich der OECD-Länder die Spitzenposition ein. Kein anderes Land weltweit kann in diesem Kontext mit besseren Zahlen aufwarten. Äußerst erfreulich ist auch die Entwicklung der F&E-Quote für 2010.

Berechnungen der Statistik Austria verweisen auf einen weiteren Anstieg der F&E-Ausgaben, vor allem der Ausgaben des Bundes. So ist davon auszugehen, dass die F&E-Quote heuer schätzungsweise bei 2,76 Prozent des BIP liegen wird. Auch die Position Österreichs im Europäischen Innovationsanzeiger (European Innovation Scoreboard – EIS) verbesserte sich innerhalb der Gruppe der „Innovation Followers“ auf Platz eins.
Österreich liegt damit über dem Durchschnitt der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU). Trotz dieses beispiellosen Aufholprozesses (zwischen den Jahren 2002 und 2007 war +47 Prozent bei den F&E-Ausgaben, +22 Prozent bei den F&E-durchführenden Einheiten, +36 Prozent bei den F&E-Beschäftigten und +37% bei den Vollzeitäquivalenten zu verzeichnen) gibt es noch Entwicklungspotenziale, wie etwa im Bereich der Humanressourcen, der Mobilität (siehe Kapitel Bildung und Innovation) und der Forschungsinfrastrukturen sowie im Bereich der finanziellen Unterstützung der Grundlagenforschung, die derzeit bei rund 18 Prozent der Gesamtausgaben für F&E liegt.

Die Bundesregierung hat daher 2009 einen Prozess zur Entwicklung einer kohärenten gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Strategie für Forschung, Technologie und Innovation (FTI) initiiert, der gemeinsame Anstrengungen aller forschungspolitischen Akteure notwendig macht. Ein erster Zwischenbericht wurde im Februar 2010 dem Ministerrat zur Kenntnis gebracht. Im Mittelpunkt der FTI-Strategie stehen die bestmögliche Entwicklung und Nutzung von Humanpotenzialen und Qualifikationen, die Schaffung exzellenter Rahmenbedingungen für Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie die Realisierung optimaler Bedingungen für innovative Unternehmen. Das Bekenntnis zur wirkungsorientierten Weiterentwicklung von FTI in Österreich bildet den Ausgangspunkt für konkrete Zielformulierungen und den Einsatz adäquater Methoden zur Wirkungsmessung.

Der vorliegende Bericht des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung sowie des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie bietet eine Gesamtschau der FTI-Entwicklungen samt aktueller Analysen und umfangreichem Zahlenmaterial. Er liefert wertvolle Hintergrundinformationen für die laufenden strategiepolitischen Diskussionen sowie für die an Forschung interessierte Öffentlichkeit.

Der Technologiebericht ist im Auftrag der Bundesministerien für Wissenschaft und Forschung (BMWF), Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) und Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) entstanden. Die Erstellung des Berichts erfolgte durch Joanneum Research (JR), das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), Austrian Institute of Technology (AIT) sowie unter Beteiligung der Statistik Austria.

Autorinnen / Autoren

Andreas Schibany (Koordination, JR), Martin Berger (JR), Eva Buchinger (AIT), Bernhard Dachs (AIT), Michael Dinges (JR), Brigitte Ecker (JR), Martin Falk (WIFO), Helmut Gassler (JR), Barbara Heller-Schuh (AIT), Reinhold Hofer (JR), Peter Huber (WIFO), Jürgen Janger (WIFO), Andreas Reinstaller (WIFO), Gerhard Streicher (JR), Fabian Unterlass (WIFO).

Verfügbarkeit des Publikation

Print-Version gratis erhältlich bei:
bmvit, Abteilung III/I2 - Forschungs- und Technologieförderung
E-Mail:  i2@bmvit.gv.at



Fundstelle: http://www.bmvit.gv.at/innovation/publikationen/technologieberichte/ft_bericht10/ft_bericht10.html
Stand: 16.06.2017