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Ziel 13: Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen

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Ziel 13.1: Widerstandskraft und Anpassungsfähigkeit gegenüber klimabedingten Gefahren und Naturkatastrophen
Rechte: UN

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Energie Forschungs- und Innovationsstrategie
Rechte: bmvit / KLIEN

Ziel 13.1.: Widerstandskraft und Anpassungsfähigkeit gegenüber klimabedingten Gefahren und Naturkatastrophen

Das BMVIT hat sich aktiv an einer vom Umweltbundesamt koordinierten Arbeitsgruppe zur Klimawandelanpassung beteiligt. Die Umsetzung von baulichen Maßnahmen zur Klimawandelanpassung im Verkehrsnetz betreffen die Österreichischen Bundesbahnen im Schienennetz und die ASFINAG als Erhalter des Autobahn- und Schnellstraßennetzes sowie die via donau für die Wasserstraße Donau. Die Betreiber von Verkehrswegen werden nach den Klimamodellen künftig verstärkt mit den Auswirkungen von Extremwetterlagen (Starkregen, lange Hitze- und Trockenperioden) auf die Verkehrsinfrastruktur konfrontiert sein und entwickeln Maßnahmen zur Klimawandelanpassung.

Ziel 13.2.: Klimaschutzmaßnahmen in die nationalen Politiken, Strategien und Planungen einbeziehen

Der Klimawandel und der Umgang mit knappen Ressourcen gehören zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart und sind ein Leitmotiv in der FTI-Strategie des Bundes.

Auszug aus der FTI-Strategie (Seite 9): "Herausgefordert wird unser Innovationssystem auch durch große gesellschaftliche und ökonomische Aufgabenstellungen, die in Zukunft auf uns zukommen und für die wir Antworten finden müssen. Es gilt, dem Klimawandel und den von ihm ausgehenden Bedrohungen zu begegnen. Wir müssen die globalen Knappheiten von Energie- und Naturressourcen bewältigen, unter anderem durch den Umstieg auf neue und erneuerbare Ressourcen."

Österreich hat sich mit der Unterzeichnung des Pariser Abkommens verpflichtet, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius, wenn möglich auf unter 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, beizutragen. Bereits 2010 hat die Energieforschungsstrategie die Vision "Zero Carbon Society"formuliert. Sie befasst sich mit den technologischen Voraussetzungen für eine Gesellschaft, die ihre Energieversorgung auf Basis emissionsarmer erneuerbarer Energietechnologien und hoher Energieeffizienz sicher, sauber, nachhaltig und leistbar - ohne klima- und gesundheitsschädigende Emissionen - absichert.

Neue Klima- und Energiestrategie

Am 28. Mai 2018 beschloss die Bundesregierung eine neue integrierte Klima- und Energiestrategie für Österreich, die gemeinsam von BMNT und BMVIT erarbeitet wurde: Endfassung als PDF

Ziele der österreichischen Klima- und Energiestrategie:

Im Einklang mit den Zielsetzungen des Pariser Abkommens und den EU-Zielen zum Klimaschutz wird Österreich bis 2030 die Treibhausgasemissionen um 36 Prozent gegenüber 2005 reduzieren.

  • Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energie am Bruttoendenergieverbrauch auf 45 – 50 Prozent erhöht werden (der Anteil der erneuerbaren Energien in Österreich liegt derzeit bei rund 33,5 Prozent. Strom stammt bereits zu rund 72 Prozent aus erneuerbaren Quellen).
    • 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energiequellen bis 2030: Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 Strom in dem Ausmaß zu erzeugen, dass der nationale Gesamtstromverbrauch zu 100 Prozent (national bilanziell) aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt ist.
    • Höhere Energieeffizienz: Bis 2030 soll die Primärenergieintensität um 25 – 30 Prozent gegenüber 2015 verbessert werden.

Bis 2050 strebt Österreich den Ausstieg aus der fossilen Energiewirtschaft (die "Dekarbonisierung" des Energiesystems) an.

Dazu wird es einen verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energieträger, der Infrastruktur und Speicher sowie vermehrt Investitionen in Energieeffizienz brauchen.

Maßnahmen:

Die österreichische Klima- und Energiestrategie beschreibt die Aufgaben und als erste wesentliche Maßnahmen 12 "Leuchtturmprojekte":

  • Effiziente Güterverkehrslogistik
  • Stärkung des schienengebundenen Öffentlichen Verkehrs (ÖV)
  • E-Mobilitätsoffensive
  • Thermische Gebäudesanierung
  • Erneuerbare Wärme
  • 100.000–Dächer Photovoltaik und Kleinspeicher-Programm
  • Erneuerbarer Wasserstoff und Biomethan
  • Green Finance
  • Energieforschungsinitiative 1 – Bausteine für die Energiesysteme der Zukunft
  • Energieforschungsinitiative 2 – Programm Mission Innovation Austria
  • Kommunikation – Bildung und Bewusstsein schaffen für eine nachhaltige Zukunft
  • Bioökonomiestrategie

Die neue integrierte Klima- und Energiestrategie trägt nicht nur zum Nachhaltigkeitsziel 13 (Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen), sondern direkt oder indirekt auch zu anderen Nachhaltigkeitszielen bei (wie bei den Sustainable Development Goals (SDG) 3, 7, 9, 11 und 12).

Weiterführende Links:

Forschungs- und Technologieprogramme des BMVIT

Mit den Forschungs- und Technologieprogrammen im Bereich Energie- und Umwelttechnologien unterstützt das BMVIT sowohl die Entwicklung neuer Technologien und technologische Weiterentwicklungen als auch die Entwicklung und Erprobung von Gesamtkonzepten. Zur Erreichung der Klimaschutzziele sind dabei insbesondere folgende technologiebasierte Gesamtkonzepte relevant:

  • Passiv- und Plusenergiegebäude,
  • CO2-neutrale städtische Areale und "Smart Cities",
  • Gesamtkonzepte für zukunftsweisende energieeffiziente Energieregionen unter Einbeziehung von lokalen und regionalen erneuerbaren Energien sowie
  • intelligente Energiesysteme mit neuen Speichertechnologien und Speicherkonzepten.

Links zu energie- und klimarelevanten Forschungs- und Technologieprogrammen:

Zur Programmwebsite des BMVIT in den Bereichen Energie- und Umwelttechnologien, Gebäude, Städte, intelligente Energiesysteme und internationale Forschungskooperationen: www.nachhaltigwirtschaften.at

Forschungs- und Technologieprogramme im Bereich Energie und Umwelt auf der Website der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) als Programmabwicklerin: https://www.ffg.at/energie-und-umwelt

Programme und Ausschreibungen des Klima- und Energiefonds (KLIEN):



Fundstelle: http://www.bmvit.gv.at/ministerium/agenda2030/13/13.html
Stand: 26.07.2018