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Ziel 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden

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Ziel 11: nachhaltige Städte und Gemeinden
Rechte: UN

11.1 Wohnraum und Grundversorgung

Das Forschungs-, Technologie- und Innovationsprogramm (FTI-Programm  „Stadt der Zukunft“) unterstützt die Entwicklung von Technologien und Gesamtkonzeptionen für energieeffiziente nachhaltige Gebäude und Städte und die Entwicklung von technologischen (Teil-)Systemen, urbanen Services und Dienstleistungen für attraktive moderne Städte der Zukunft. Mit der Verbindung von intelligenten Energielösungen für Gebäude und Städte auf Basis emissionsarmer erneuerbarer Energien und höchster Ressourceneffizienz mit hoher Attraktivität für Bewohnerinnen/Bewohner und Wirtschaft wird ein Beitrag zur vorbildhaften urbanen Modernisierung und Entwicklung von Städten geleistet.

Aufbauend auf den Ergebnissen der FTI-Programme „Haus der Zukunft“ und „Haus der Zukunft plus“ entstanden zahlreiche Passivhäuser und erste Plus-Energiegebäude (Gebäude, die übers Jahr gesehen mehr Energie „gewinnen“ als „verbrauchen“), zum Beispiel das neu sanierte Gebäude der TU Wien am Getreidemarkt.

Im Österreichischen Leitkonzept für eine innovationsfördernde öffentliche Beschaffung (IÖB), das auf eine gemeinsame Initiative des  BMWFW und des bmvit aus 2011 zurückgeht, wird auf die hohe Bedeutung der öffentlichen Beschaffungen für die Verbreitung von Innovationen und die Erreichung gesellschaftlicher Zielsetzungen hingewiesen. Mit dem 2016 weiterentwickelten IÖB-Bewertungstool und praktischen IÖB- Leitfaden im Bereich Erneuerbare Energietechnologien und Gebäude stehen nun Instrumente zur Unterstützung der innovationsfördernden Beschaffung zur Verfügung, die Nachhaltigkeitsaspekte und die Stärkung des Bestbieterprinzips in der Novelle 2015 zum Bundesvergabegesetz mitberücksichtigen.

Die Open-Content-Plattform E-genius bietet ein mehrsprachiges, unentgeltliches Lehr- und Selbstlernprogramm (Open Educational Resources) aufbauend auf den Ergebnissen der bmvit-FTI-Programme zu den Themenbereichen erneuerbare Energien, energieeffiziente Gebäudekonzepte, thermisch-energetische Gebäudesanierung sowie Baustoffe und Fassadensysteme. Projektträger ist die GrAT – Gruppe Angepasste Technologie, Technische Universität Wien.

11.2 Nachhaltige Verkehrssysteme: bedarfsgerecht, barrierefrei und leistbar

Zum Ziel der nachhaltigen Stadt gehört auch die Ermöglichung eines sicheren, bezahlbaren, zugänglichen und nachhaltigen Verkehrssystems. Diesen Zweck verfolgend enthält der Gesamtverkehrsplan für Österreich das Leitziel „Verkehr sozial verträglich“, das heißt bedarfsgerecht, barrierefrei und leistbar. Maßnahmen, die dem Behindertengleichstellungsgesetz entsprechend einen barrierefreien Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln gewährleisten, stellen derzeit einen Investitionsschwerpunkt dar. Im Nationalen Verkehrssicherheitsprogramm 2011-2020 ist ein Schwerpunkt die Förderung des Fuß- und Radverkehrs mit Hilfe sicherer Verkehrsinfrastruktur. Konkretisiert wird dieser auch durch den „Masterplan Gehen“ des bmvit sowie den „Masterplan Radfahren“ des BMLFUW.

Das bmvit unterstützt im Rahmen des Programms Mobilität der Zukunft seit vielen Jahren Forschung, Technologie und Innovation zur gleichberechtigten Mobilität und zur Gestaltung eines sozialen Verkehrssystems. Zugänglichkeit, Barrierefreiheit, Nutzbarkeit und Leistbarkeit stellen dazu wichtige Aspekte dar.

Das bmvit beteiligt sich an der 5-jährigen EC-Cofund-Initiative „Electric Mobility Europe“, welche sich Umsetzungsmaßnahmen für E-Mobilität vor allem in urbanen Regionen widmet. Durch eine transnationale Ausschreibung mit 14 europäischen Partnerländern und -regionen (23M€ für Projekte zu Systemintegration, E-City-Logistik, smarte Mobilitätskonzepte und IKT-Anwendungen, öffentlicher Verkehr, Nutzerverhalten und gesellschaftliche Mobilitätstrends) sollen hochsichtbare Demonstrations- und Umsetzungsprojekte angestoßen werden. Komplementär dazu wird die transnationale Zusammenarbeit zur Politik-Unterstützung und Koordination für verbesserte Rahmenbedingungen zum E-Mobilitäts-Rollout durch spezifische Vernetzungsmaßnahmen gestärkt.

11.3 Verstädterung - Städte als Innovations- und Technologiemotoren

Die FTI-Programminitiative JPI („Joint Programming Initiative“) Urban Europe ist eine transnationale Zusammenarbeit zu urbanen Fragestellungen. Durch die gemeinsame Programm-Initiative sollen europäische Lösungen durch – zwischen den beteiligten Mitgliedsstaaten - koordinierte Forschung erzielt werden, um attraktive, nachhaltige und ökonomisch tragfähige, aufblühende urbane Regionen zu erzielen. JPI Urban Europe zielt darauf ab, Forschung und Forschungsförderungen zwischen den Mitgliedsstaaten besser abzustimmen um die Rolle von Städten als Innovations- und Technologiemotoren zu stärken, umweltfreundliche und intelligente intra- und interstädtische Transport- und Logistiksysteme zu verwirklichen, sozialen Zusammenhalt und Integration sicherzustellen und den ökologischen Fußabdruck zu verringern und Klimaneutralität zu beschleunigen. Das bmvit ermöglicht die Teilnahme an diesem Projekt.

11.6 Städtische Umweltbelastung reduzieren

Der Gesamtverkehrsplan für Österreich ( siehe 11.2) schreibt auch die umweltverträgliche Gestaltung des Verkehrs als Leitziel fest und enthält quantifizierte Ziele zur Verminderung von Schadstoff- und Treibhausgasemissionen des Verkehrs. Bis zum Jahr 2025 sollen auch die Stickoxidemissionen (NOx) des Verkehrs um bis zu 70 % und die Feinstaubemissonen (PM2,5) um 50 % vermindert werden. Dazu ist die Begrenzung diverser Fahrzeugemissionen (NOx, CH, CO, CO2…) erforderlich, die das bmvit und das BMLFUW gemeinsam umsetzen. Zur Erreichung dieser Ziele hat das bmvit beispielsweise gemeinsam mit dem BMLFUW und dem BMWFW im Jahr 2012 den Umsetzungsplan Elektromobilität herausgegeben. Als Nachfolgestrategie des Umsetzungsplans liegt seit Dezember 2016 der Nationale Strategierahmen „Saubere Energie im Verkehr“ vor (siehe SDG 3). Des Weiteren wird das österreichische Schienennetz ausgebaut, um eine Verlagerung von Verkehrsleistungen zu emissionsarmen Verkehrsmittel zu erreichen.




Fundstelle: http://www.bmvit.gv.at/ministerium/info/agenda2030/11/11.html
Stand: 27.11.2018