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Hanak: Über den Künstler

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Briefmarke mit einem Bildnis von Anton Hanak
Rechte: bmvit / Christa Bernert

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Das Anton-Hanak-Museum
Rechte: bmvit / Christa Bernert

Anton Hanak (geboren 1875 in Brünn, gestorben 1934 in Wien) war ein Freund Gustav Klimts und Josef Hoffmanns sowie der Lehrer von Fritz Wotruba. Er studierte bei Edmund von Hellmer, einer Schlüsselfigur der Bildhauerkunst, der durch seine Lehren über Materialgerechtigkeit nicht nur Hanak, sondern auch Josef Müllner und Gustinus Ambrosi geprägt hat.

Hanaks Werke haben fast durchwegs visionär-symbolhaften Charakter (zum Beispiel: "Der letzte Mensch", 1917, "Der brennende Mensch", 1922). Er schuf den skulpturalen Schmuck für mehrere Bauten Josef Hoffmanns (unter anderem Villa Skywa, Landhaus Primavesi, Landhaus Ast) sowie in den Zwanziger Jahren für Wohnbauten der Gemeinde Wien.

Von Hanak stammen auch zahlreiche Porträtbüsten und Denkmäler, wie das Kriegerdenkmal auf dem Wiener Zentralfriedhof, das 1925 entstanden ist.
Weitere Werke: Das Republik Denkmal und der Kopf von Viktor Adlers am Dr. Karl Renner-Ring sowie die fünf überlebensgrossen Drei-Figuren-Gruppe (1913 entstanden) im 6. Wiener Gemeindebezirk, Linke-Wienzeile 48-52 (Versicherungsanstalt der Österreichischen Eisenbahner). Erwähnenswert ist auch die Portraitbüste von Dr. Seitz, die 1930 entstanden ist. Während der Amtszeit von Bürgermeister Karl Seitz (1932 bis 1934) erhielt Hanak mehrere grosse Aufträge für Wien.

Hanak hat sich selbst als "Löwe" verglichen, bedingt durch seine roten Haare nannte er sich "Roter Löwe aus Brünn". Hanak galt als verständnisvoller, aber auch als aufbrausender Mensch, da er stets seine Meinung kundgetan hatte und von seinem Standpunkt meist nicht abwich. Seine Werke "Gigant", "Fanatiker" und Brennender Mensch" charakterisieren Hanak am meisten, da diese drei Werke sein Leben und seine Einstellung charakterisieren.

Hanak hat sich dem Aussehen nach gerne selbst wie in der Skulptur "Der Gigant" gesehen. Der "Fanatiker" legte seine Arbeitsweise dar: Hanak arbeitete bis spät in die Nacht. Seine Wissensbegierde und das Ergründen drückt am besten die Skulptur "Der brennende Mensch" aus.

Das Grab von Anton Hanak befindet sich am Hietzinger Friedhof. Hier befinden sich auch die Ruhestätten von Gustav Klimt und Otto Wagner. 1952 wurde eine Gasse im 14. Wiener Gemeindebezirk nach dem Bildhauer Hanak benannt.

Sein künstlerischer Nachlaß ist im Langenzersdorfer Museum zu sehen. In unmittelbarer Nähe, wo Anton Hanak jahrelang gelebt und gearbeitet hat. Neben seinen zahlreichen Skulpturen sind auch Möbel und persönliche Besitztümer von Hanak zu finden, die er selbst getischlert und bemalt hat.

Kontakt:

Langenzersdorfer Museen
Obere Kirchengasse 23
2103 Langenzersdorf
Telefon: 02244/3718
Website: www.lemu.at



Fundstelle: http://www.bmvit.gv.at/ministerium/kontakt/radetzky/gestaltung/kunst/hanak/hanak.html
Stand: 01.02.2016