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Verkehrsunfälle - Historischer Tiefstand

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Die Europabrücke
Rechte: bmvit / Johannes Zinner

Wien, 01.01.2017

Zahl der Verkehrstoten sinkt wieder – 100-Punkte-Programm für mehr Verkehrssicherheit startet

Im Jahr 2016 sind auf Österreichs Straßen 427 Personen tödlich verunglückt. Nach einem Anstieg 2015 ist die Zahl der Verkehrstoten wieder gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ist sie um 52 niedriger und liegt damit knapp unter dem Wert aus 2014 - dem Jahr mit der absolut niedrigsten Zahl an Verkehrstoten seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 1961. "Wir haben einen historischen Tiefstand erreicht. Damit werden wir uns aber nicht zufrieden geben. Darum starten wir 2017 mit unserem Verkehrssicherheitspaket: Handyverbot, Alkolocks und die Verlängerung der Probezeit bringen mehr Sicherheit auf unseren Straßen. Unser Ziel ist klar: Kein einziger Verkehrstoter mehr in Österreich. Bis 2020 wollen wir die Anzahl der Verkehrstoten halbiert haben"“, sagt Verkehrsminister Jörg Leichtfried.

Dazu hat Verkehrsminister Leichtfried ein 100-Punkte-Programm für mehr Sicherheit im Straßenverkehr auf den Weg gebracht. Mitte November wurden umfassende Neuerungen vom Nationalrat beschlossen, im nächsten Jahr treten die Maßnahmen in Kraft. „Wir gehen gezielt gegen die Hauptunfallursache Ablenkung am Steuer vor, etwa indem ein Verstoß gegen das Handyverbot künftig auch mittels Fotobeweis geahndet werden kann. Und wir setzen bei den Jungen an: Wir haben die Probezeit für Fahranfänger auf drei Jahre verlängert und die Mopedausbildung modernisiert“, so der Verkehrsminister. Die theoretische Prüfung wird um den Gegenstand „Risikokompetenz“ erweitert und von Multiple-Choice-Fragen auf Papier auf einen Computertest umgestellt. Zudem können Mopedanfängerinnen und Mopedanfänger die Ausbildung nun frühestens zwei Monate statt wie bisher sechs Monate vor dem 15. Geburtstag beginnen.

Jedes Jahr wird in Österreich rund 26.000 Personen der Führerschein wegen Alkohol am Steuer weggenommen. 4.000 davon setzen sich wieder alkoholisiert hinters Lenkrad und gefährden damit sich und ihre Mitmenschen. Der Pilotversuch zu Alkohol-Wegfahrsperren ermöglicht Betroffenen - unter bestimmten Voraussetzungen - nach mindestens zwei Monaten Führerscheinentzug ins Alkolock-Programm einzusteigen. "Die Alkolocks sind ein Meilenstein in der Verkehrssicherheit. Damit verhindern wir, dass sich Fahrerinnen und Fahrer wieder betrunken ans Steuer setzen"“, erklärt Verkehrsminister Jörg Leichtfried.



Fundstelle: http://www.bmvit.gv.at/presse/aktuell/nvm/2017/0101OTS0009/0101OTS0009.html
Stand: 22.02.2017