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Automatisiert - Vernetzt - Mobil: Aktionsplan automatisiertes Fahren

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Titelblatt
Rechte: bmvit

Wenn heute über die Zukunft der Mobilität diskutiert wird, dann ist automatisiertes Fahren ein zentrales Thema. Medienberichte rund um das Thema transportieren oft hohe Erwartungen: Wenn Computer unsere Autos steuern, wären viele Probleme gelöst – weniger Stau, weniger Emissionen, weniger Unfälle. Gleichzeitig aber ruft die Vorstellung, das Autofahren als liebgewonnene Kulturtechnik der Moderne an die Maschine abzugeben, Unbehagen hervor. Ängste vor einer Fremdbestimmung des Individuums durch eine allumfassende Technisierung werden artikuliert. Welche Potenziale stecken also im automatisierten Fahren und wie lassen sie sich realisieren?

Für Österreich stellen sich in diesem Kontext drei wesentliche Fragen:

  • Wie wird die Automatisierung das österreichische Verkehrssystem verändern und wie können wir das beeinflussen?
  • Welche Anforderungen ergeben sich an die zukünftige (digitale) Infrastruktur um die Implementierung des automatisierten Fahrens sicherzustellen?
  • Wie können Anforderungen an die Zuverlässlichkeit und Sicherheit von neuen Systemen und Technologien – unter anderem im Kontext Datenschutz – gewährleitet werden?
  • Wie kann der Standort Österreich mit seiner starken automobilen Zulieferindustrie und IKT-Industrie auch in Zukunft die internationale Wettbewerbsfähigkeit sichern und weiter ausbauen?

Dabei ist von folgenden Prämissen auszugehen:

  • Österreichs Expertise in der teilautomatisierten Produktion, der Robotik, der Bildverarbeitung und Sensorik ebenso wie im IT-Feld der künstlichen Intelligenz ist ausgezeichnet und international anerkannt. Diese Kompetenzen legen die Basis für automatisiertes Fahren. Sie müssen daher auch im Automotive-Bereich ausgebaut werden.
  • Die Automatisierung kann die Effizienz, Sicherheit und Umweltverträglichkeit des Verkehrs steigern, sie wird sich langfristig aber auch auf die künftige Stadtplanung, Siedlungsmuster und das Mobilitätsverhalten auswirken. Um dies in eine gemeinsame Richtung zu lenken, ist eine unter allen Stakeholdern akkordierte Vorgehensweise zur Verbesserung des Gesamtverkehrssystems in Österreich notwendig.
  • Das bmvit unterstützt mit den Forschungsprogrammen „IKT der Zukunft“ und „Mobilität der Zukunft“ seit Jahren diese Entwicklungen und verfolgt eine klare Vision für die Einbettung neuer Technologien in das Gesamtverkehrssystem, abzulesen etwa am IVS-Aktionsplan, der C-ITS Strategie Österreich, dem Umsetzungsplan E-Mobilität sowie Projekten wie ECo-AT als Teil des C-ITS Euro Korridors Rotterdam–Frankfurt–Wien.

[Erschienen im Mai 2016, Wien; 14 Seiten; Herausgeber: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Abteilung III/I 4 – Mobilitäts- und Verkehrstechnologien]



Fundstelle: http://www.bmvit.gv.at/service/publikationen/innovation/mobilitaet/automatisiert/automatisiert.html
Stand: 12.10.2017