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Band 3 - Die österreichische Radhelminitiative 1992 - 1998

Titelbild vom Band drei
Titelbild
Rechte: bmvit

Studie im Auftrag des Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds

Jedes Jahr erleiden rund 8.000 Österreicherinnen und Österreicher bei Radunfällen Kopfverletzungen, die durch das Tragen eines Helmes weitgehend vermeidbar wären. Für etwa achtzig Radfahrer enden diese Verletzungen tödlich.

Aus diesem Grund koordinierte die Österreichische Radhelminitiative von 1992 bis 1998 Aktionen verschiedener Institutionen, die sich für die Verbreitung des Radhelmes einsetzen. Über die Auswirkungen auf das Unfallgeschehen liegt vom Verein Sicher Leben ein Bericht "Die österreichische Radhelminitiative 1992 - 1998" vor. Das Ziel der Österreichischen Radhelminitiative ist, das Image von Radhelm und Helmträger zu verbessern sowie die Helmtragequoten in allen Altersgruppen zu erhöhen. Dazu wurde die Zusammenarbeit verschiedener Institutionen organisiert, die sich für eine stärkere Verbreitung des Radhelmes einsetzen.

Seit Beginn der Radhelminitiative im Jahre 1992 hat sich die Zahl aller Radfahrerinnen und Radfahrer mit Helm von 3 Prozent auf 11 Prozent erhöht: Dadurch bleiben jedes Jahr rund 500 Radler zum Großteil schwere Kopfverletzungen erspart. Vor allem für Pedalrittern, die das Rad hauptsächlich zum Sport verwenden, ist der Kopfschutz inzwischen populär geworden.

Bei den Kindern wirkten sich die Aktionen schlagartig aus. Die Anzahl junger "Helmis" stieg sprunghaft von 6 Prozent auf 43 Prozent. Mehr als jedes dritte Kind radelt damit mit Helm.

Weniger zufrieden stellt sich die Entwicklung bei Jugendlichen und Erwachsenen dar. Hier stieg die Anzahl der Helmträger nur von 3 Prozent auf 8 Prozent.

Im Rahmen der Österreichischen Radhelminitiative wurden verbilligte Helme an Schüler abgegeben oder Plakate und Kinospots eingesetzt. Sportfachhändler erhielten Informationsunterlagen sowie Plakate für die Auslage. Schulen und Betrieben wurden für ihre Aktionen Medienpakete zur Verfügung gestellt.

Autor: Gerald Furian/Michaela Gruber (Institut Sicher lebendes Kuratorium für Schutz und Sicherheit), 1998



Fundstelle: http://www.bmvit.gv.at/service/publikationen/verkehr/projektbibliothek/band003/band003.html
Stand: 30.07.2009