Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Warum sind digitale Technologien so zukunftsträchtig?

Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) durchdringen seit einigen Dekaden fast alle Lebens-, Gesellschafts- und Wirtschaftsbereiche auf dem Globus. Als multiple, universelle und ubiquitäre Basistechnologie wird die Bedeutung ihrer globalen Verbreitung und ihrer Strukturwirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft mittlerweile mit der Elektrifizierung der Industriestaaten Ende des 19. Jahrhunderts verglichen.

Der IKT-Sektor erwirtschaftet mit einem jährlichen Marktvolumen von 660 Milliarden Euro unmittelbar 5 % des europäischen Bruttoinlandsprodukts, leistet aber einen weitaus größeren Beitrag zur gesamten Produktivitätssteigerung (20 % direkt aus dem IKT-Sektor und 30 % durch IKT-Investitionen). Informations- und Kommunikationstechnologien weisen dabei in ihren vielfältigen Ausprägungen eine extrem hohe Innovationsdynamik auf – sie werden in jenen Industriesektoren entwickelt (oder extensiv angewendet), die im Branchenvergleich die höchste F&E-Intensität aufweisen – in der Chipfertigung etwa beträgt die F&E-Quote zwischen 10 % bis 15 %.

Die hohe Forschungsaffinität dieser Technologien sowie der wachsende Druck auf die Unternehmen, mit Hilfe dieser Technologien beständig zu innovieren, ist auch besonders bedeutend für die Erhöhung der nationalen Forschungsinvestitionen und der gesamtwirtschaftlichen Innovationsleistungen. Überall dort, wo IKT zum Einsatz kommen, erhöhen sich sowohl die Innovationsleistungen, als auch die F&E-Investitionen in den Unternehmen. IKT zählen daher sowohl in allen vergleichbaren europäischen Mitgliedsstaaten als auch auf Ebene der gemeinschaftlich geführten FTI-Programme zu den dominierenden F&E-Investitionssektoren.

Auch in Österreich ist die IKT-Forschung einer der wichtigsten Forschungsbereiche. Im Verbund mit der akademischen und außeruniversitären Forschung betreibt Österreich in zahlreichen IKT-Teilgebieten international erstklassige Forschung. Aus diesem Grund stellen Informations- und Kommunikationstechnologien in der allgemeinen Ausrichtung des BMVIT für Forschung, Innovation und Technologie neben Produktion, Mobilität und Energie einen der zentralen Schwerpunkte des Ressorts dar. Im Verlauf der letzten 10 Jahre hat das BMVIT durch Initiativen wie FIT-IT, Benefit, AAL, ARTEMIS und ENIAC, den EUREKA-Clustern CATRENE und ITEA 2, zahlreichen Teilnahmen an sogenannten ERA-NETs, aber auch durch AT:net der herausragenden Rolle von IKT in technischen Innovationsprozessen Rechnung getragen.

Das Impulsprogramm FIT-IT, das auf radikale technologische Innovationen in der vorwettbewerblichen Entwicklungsphase abstellte, hat in den letzten 10 Jahren wesentliche Pionierarbeit für den Aufbau einer leistungsfähigen und international sichtbaren österreichischen IKT-Forschungsgemeinde geleistet. Geänderte Rahmenbedingungen des FTI-Gesamtsystems durch Systemevaluierung, FTI-Strategie des Bundes, Schwerpunktsetzungen des BMVIT sowie die europäischen FTI-politischen Trends haben nunmehr ein strukturelles und inhaltliches Redesign des 2002 gestarteten Impulsprogramm FIT-IT zur Folge.

Das Programm "IKT der Zukunft" versucht sowohl den strukturellen Herausforderungen dieser oben beschriebenen Rahmenbedingungen zu begegnen, als auch der notwendigen technologisch inhaltlichen Schärfung Rechnung zu tragen (Projektbeispiele 2012-2015).

Inhaltlicher Stand: 07.05.2019