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Position des BMVIT zum 9. Forschungsrahmenprogramm der EU

Diskussionen zur Gestaltung des Nachfolgeprogramms zu Horizont 2020 haben bereits gestartet, auf Ebene der EU, der Mitgliedstaaten und auch in Österreich. Aus Sicht der technologischen, wirtschaftsorientierten FTI ist die bisherige Beteiligung an Horizont 2020 und den Vorgängerprogrammen eine Erfolgsgeschichte und die internationale FTI-Zusammenarbeit nicht mehr wegzudenken. Die bisherige sehr gute Position muss auch im kommenden 9. Rahmenprogramm beibehalten werden.

Seitens des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie - BMVIT wurde daher Mitte 2016 ein Prozess zur Formulierung zentraler Anforderungen an das zukünftige FTI-Rahmenprogramm gestartet. In diesen Prozess wurden maßgebliche Akteure aus Industrie, angewandter FTI, der FFG sowie der Industriellenvereinigung und der Wirtschaftskammer Österreich, sowie die für Technologierprogramme zuständigen Mitarbeiter/innen der Innovationssektion des BMVIT einbezogen.
Die vorliegende Position des BMVIT wird für weiterführende Diskussionen zur österreichischen Positionierung zum kommenden 9. Rahmenprogramm für FTI verwendet werden.

Zentrale Forderungen der Position des BMVIT sind:
Europäische FTI muss im Zentrum einer Politik der gemeinsamen Lösung Europäischer Herausforderungen stehen:

  • Dies erfordert eine stärkere Rolle der FTI-Politik der EU in Verknüpfung mit Sachpolitiken (Industrie-, Wettbewerbs-, Handels,- Sozial- und Umweltpolitik)
  • Exzellenz, Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen sollen Grundpfeiler darstellen
  • Eine Steigerung des Budgets auf 100 Mrd. Euro für 7 Jahre (auch ohne UK) ist erforderlich
  • Eine Weiterführung und Verstärkung des auf Umsetzung und Innovation orientierte Ansatzes ist nötig
  • Die Orientierung auf Impact ist weiter zu verstärken
  • Bisherige Ansätze zu mehr Alignment (Mitgliedstaaten, Kommission) müssen weitergeführt werden
  • Eine wirksame FTI-Zusammenarbeit mit EU-Drittstaaten, Bspw. Afrika ist erforderlich

Ein starkes Rahmenprogramm mit strategischem Management zur effektiven Umsetzung soll Europas Position im internationalen Wettbewerb unterstützen:

  • Dazu ist ein integriertes Management und eine weitaus stärkere Einbeziehung der Mitgliedsstaaten erforderlich
  • Eine stärkere Einbindung von Nutzern und Gesellschaft (Open Innovation) ist vorzusehen
  • Eine hohe Durchlässigkeit zwischen grundlagen- und angewandter FTI soll moderne Innovationsprozesse optimal unterstützen
  • Eine durchgehende Förderung entlang der Innovationskette mit einer stärkeren Förderung von Pilot- und Demonstrationsvorhaben ist vorzusehen
  • P2Ps (Public-to-Public Partnerships) und PPPs (Public-Private Partnerships)sind als Instrumente der effektiven Europäischen FTI-Zusammenarbeit weiterzuführen
  • Eine Reduktion der Überzeichnung und eine weitere Vereinfachung soll das Rahmenprogramm innovationsfreundlicher gestalten

Kontakt im BMVIT:

Brigitte Weiss
EU-Koordination im Bereich Innovation
Tel.:+43 1 71162 653300
Email: brigitte.weiss@bmvit.gv.at

Inhaltlicher Stand: 26.06.2018