Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Produktion

Im Land der Schlüsseltechnologien

Deckblatt Broschüre - Im Land der Schlüsseltechnologien

Österreichische Technologieplattformen im Portrait

Die Interventionsoptionen der öffentlichen Hand zur Stärkung von Schlüsseltechnologien sind vielfältig. Ein ganz wesentlicher Ansatz, Produkt- und Prozessinnovationen, neue technologische Verfahren oder Systeme zu fördern, besteht aber auch darin, die handelnden AkteurInnen (entlang der Wertschöpfungsketten oder der Entwicklungs- und Innovationsprozesse) zusammenzubringen und ihnen einen strukturierten und intensiven Austausch zu ermöglichen. Den Rahmen dafür bilden die Innovations- oder Technologieplattformen.

Roadmap additive Fertigung (AF) Austria

Roadmap zur Entwicklung des Feldes additive Fertigung (AF) Österreich mit industriellem Schwerpunkt.

Die Roadmap für additive Fertigung spannt für den Zeitraum 2018 bis 2028 die strategischen FTI Forschung, Technologie, Infrastruktur Handlungsfelder für Österreich auf, um das Feld der additiven Fertigung aus österreichischer Sicht erfolgreich weiter zu entwickeln. Ziel der gewählten Vision ist, dass österreichische Vertreter sowohl die Rolle von Technologieführern und Marktführern erreichen können bzw. ausbauen können.
Der Roadmap Prozess hat als zentrale Prozessschritte die Erhebung der nationalen Struktur, die Aktivitäten und das Aufzeigen von Stärkefeldern, die Analyse von Studien und Aktivitäten anderer internationaler Zentren und die gestalterische Phase der Roadmap Erstellung unter Einbindung der österreichischen Akteure aus Forschung, Unternehmen und intermediären Organisationen.
Um entsprechend gerüstet zu sein und die erforderlichen FTI Maßnahmen zielgerichtet und rasch setzen zu können, gab das BMVIT mit Anfang 2018 die Erstellung der Roadmap Additive Fertigung Österreich dem Konsortium ASMET (The Austrian Society for Metallurgy and Materials), Montanuniversität Leoben und AIT Austrian Institute of Technology in Auftrag.

Rückverlagerungen und Industrie 4.0

Die Auslagerung von Produktionsaktivitäten nach Osteuropa oder Asien war über die letzten zwei Jahrzehnte ein wichtiger Bestandteil der Strategien vieler Industrieunternehmen und hat zum Wachstum globaler Wertschöpfungsketten beigetragen. In den letzten Jahren häufen sich allerdings Stimmen, die von einem Ende dieses Trends ausgehen und eine Zunahme von Rückverlagerungen vorhersagen.
Es ist vor allem der Wunsch nach mehr Flexibilität und schnellerer Lieferfähigkeit sowie Qualitätsprobleme der Produktion im Ausland, die Firmen an Rückverlagerungen denken lassen. Industrie 4.0 bietet eine solche höhere Flexibilität und begünstigt damit Rückverlagerungen. Die Konzentration verschiedener Produktionsschritte an einem Standort kann wiederum die Flexibilität der Produktion erhöhen.
Derzeit sind Rückverlagerungen allerdings noch ein seltenes Ereignis; nur etwa 5-6% aller österreichischen Industrieunternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten haben in den Jahren 2013 und 2014 Produktion zurückgeholt. Trotz ihrer kleinen Zahl ist diese Gruppe wirtschaftspolitisch von großem Interesse: rückverlagernde Unternehmen sich deutlich F&E- und technologieintensiver als Firmen ohne Rückverlagerungen. Aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Industrie 4.0 und steigernden Anforderungen an die Flexibilität und Lieferfähigkeit der Firmen erwarten wir für die Zukunft eine deutliche Zunahme von Rückverlagerungen.

Erhebung von Qualifikationsanforderungen für eine Industrie 4.0

Die viel diskutierte "vierte industrielle Revolution" beschreibt technische Entwicklungen hin zu einer deutlich stärker vernetzten Welt und zu intelligenten Technologien, die neue und andere Anforderungen an den Menschen und sein Arbeitsvermögen stellen werden. Für die erfolgreiche unternehmensinterne Implementierung von Industrie 4.0 spielen Qualifikationen und damit Aus- und Weiterbildung eine zentrale Rolle.
Im Rahmen dieser Studie werden Qualifikationsanforderungen mittels einer anwendungsfallbasierten Erhebung bei KMUs und Großunternehmen aus möglichst verschiedenen Branchen (in verschiedenen Regionen Österreichs, aber auch im Vergleich mit Süddeutschland) identifiziert, um daraus zukünftig benötigte Kernkompetenzen zu eruieren. Mit Hilfe einer nationalen Bildungslandkarte werden bestehende Aus- und Weiterbildungsangebote dargestellt und deren Bedarfe in Bezug auf die identifizierten Kernkompetenzen ermittelt. Die Studie beinhaltet einen Katalog mit Empfehlungen für Maßnahmen zur Initiierung, Stärkung und dauerhaften Sicherung des strukturierten und kontinuierlichen Wissenstransfers zwischen Industrie und österreichischer Aus- und Weiterbildungslandschaft.

Technologischer Wandel und die Zukunft des Arbeitsmarkts

Die Unsicherheit in Hinblick auf die Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung auf die Beschäftigung ist groß, denn die zunehmende Durchdringung des wirtschaftlichen und sozialen Lebens mit digitalen Technologien ist im Begriff einen nachhaltigen Strukturwandel hervorzurufen, der kaum einen Bereich des beruflichen, öffentlichen und privaten Lebens unberührt lässt.
Vor dem Hintergrund dieser grundlegenden Ungewissheit untersucht die vorliegende Studie erstmals für Österreich wie sich die Beschäftigung bis 2030 in Hinblick auf Beschäftigungsstand, Qualifikationsanforderungen und Tätigkeitsprofile entwickeln könnte und mit welchen Chancen und Herausforderungen in Hinblick auf den Arbeitsmarkt in dieser Zeit zu rechnen ist. Eckpfeiler zur Umsetzung der Studie waren eine Analyse der aktuellen wissenschaftlichen Literatur zu Beschäftigungseffekten von Industrie 4.0, eine statistische Langfristanalyse zur Entwicklung des österreichischen Arbeitsmarktes sowie Interaktionen mit über 70 Stakeholdern in Branchen-Workshops, Interviews und einem Strategieworkshop. Im Ergebnis liefert die Studie Szenarien zu möglichen Beschäftigungseffekten von Industrie 4.0 und definiert Ansätze, die eine erfolgreiche Transformation zu Industrie 4.0 möglich machen.

Studienkatalog zur digitalen Transformation durch Industrie 4.0

Im Rahmen der vorliegenden Studie (beauftragt durch BMVIT und FFG) wurden mit insgesamt 68 Unternehmen qualitative Interviews geführt, um den Kenntnisstand und die Einstellung zur digitalen Transformation durch Industrie 4.0 und neue Geschäftsmodelle in österreichischen Unternehmen zu erheben.

In Band 2 wurde neben der Analyse der konkreten Auswirkungen der digitalen Transformation und entsprechende Aktivitäten der Unternehmen auch ein Fokus auf Barrieren, Risiken und Herausforderungen sowie Rahmenbedingungen für die digitale Transformation durch Industrie 4.0 in Österreich gesetzt. Band 3 der Studie fokussierte auf die Analyse von Geschäftsmodellinnovationen durch die digitale Transformation mit Industrie 4.0. Ausgehend von dieser konkreten empirisch fundierten Datenbasis zur Industrie 4.0 in Österreich werden im abschließenden Band 4 konkrete Handlungsempfehlungen gegeben, wie österreichische Unternehmen die digitale Transformation für sich möglichst gewinnbringend in Angriff nehmen beziehungsweise umsetzen können.

Parallel dazu liefert die Studie auch Handlungsempfehlungen für die Politik: Welche Aktivitäten sollte die Politik als Regulator und gesetzgeberischer Gestalter setzen, um den Wirtschaftsstandort Österreich für die Möglichkeiten der digitalen Transformation möglichst empfänglich zu machen und Unternehmen in Österreich ein möglichst fruchtbares Umfeld für den erfolgreichen Einsatz von Industrie 4.0 zu bieten.

Potenzialerhebung Leitprojekte

Themenkomplexe im Bereich Produktion für Leitprojektausschreibungen in „Produktion der Zukunft“ und „IKT der Zukunft“

Im Bereich der österreichischen Produktionsforschung gilt es, bestehende Kräfte in Industrie und Forschung verstärkt zu bündeln und zu fokussieren, um auf Basis gemeinsamer Ziele und Herausforderungen den innovativen Vorsprung bei Produktionstechnologien und Produktionsstandorten gegenüber globalen Mitbewerbern nicht nur zu behaupten, sondern sogar auszubauen. Das FFG Förderformat „Leitprojekte“ möchte diese notwendigen Forschungs- und Innovationsanstrengungen der Industrie gezielt unterstützen und dabei explizit Forschungsvorhaben fördern, die eine langfristige Standortsicherung durch wettbewerbsfähige Innovationsleistungen gewährleisten und die Erschließung neuer Leitmärkte vorantreiben. Als Leitprojekte sind dabei strategisch und inhaltlich klar definierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte von substantiellem Umfang hinsichtlich inhaltlichem und finanziellem Projektvolumen, Anzahl an Projektpartnern und Laufzeit zu verstehen.

Die vorliegende Projektstudie soll diese Ausschreibungen unterstützen, indem sie wissenschaftlich und methodisch fundierte Aussagen präsentiert, welche Forschungs- und Entwicklungsthemen beziehungsweise Themenkomplexe im Bereich industrieller Produktion potenziell – im Sinne der obigen Anforderungen einerseits wie auch in Hinblick auf den Bedarf seitens Industrie und Forschung andererseits – in Frage kommen können.

Technologie-Roadmap für Hochleistungsmetalle

Österreich besitzt mit seinen Unternehmen und seiner Forschungsausrichtung einen Schwerpunkt im Bereich der Werkstoffe. Unter den Werkstoffen nehmen wieder die Hochleistungsmetalle einen bestimmenden Platz für die österreichische Wirtschaft und die zukünftige Entwicklung ein. Technologiepolitisch stellen daher die zu beantwortenden Fragen nach den Entwicklungsszenarien und den zu setzenden Maßnahmen die planerische Herausforderung für eine nationale Technologiestrategie dar.

Um eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu haben, hat das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie die Durchführung einer institutionsübergreifenden Technologie-Roadmap für Hochleistungsmetalle beauftragt.

Das Projekt wurde von der Österreichischen Gesellschaft für Metallurgie und Materialien ASMET und deren Projektpartner Montanuniversitat Leoben und ARCS Seibersdorf durchgeführt. An der Erstellung der Technologieroadmap haben sich überdies mehr als 100 ExpertInnen aus 80 Institutionen beteiligt. Durch die Breite an Mitwirkenden gelang es, Trends und Technologieentwicklung aus vielen Blickwinkeln zu betrachten und die maßgeblichen Entwicklungen zu analysieren, sodass ein repräsentatives Bild der zukunftsrelevanten Entwicklungen fur Hochleistungsmetalle erreicht wurde.

Inhaltlicher Stand: 27.06.2018