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Weltraum

Weltraum Zukunftsraum

Die Strategie des BMVIT für österreichische Weltraumtätigkeiten wurde zusammen mit der Agentur für Luft und Raumfahrt der FFG und VertreterInnen der österreichischen Weltraumindustrie und Forschung sowie unter Berücksichtigung von Stellungnahmen der betroffenen Ministerien und Agenturen erstellt und abgestimmt.

Notwendig geworden war diese Neuorientierung aufgrund der politischen Bedeutung der Raumfahrt durch die im Lissabon-Vertrag verankerte geteilte Kompetenz der EU für Weltraum mit ihren Mitgliedsstaaten. Dadurch wurde eine Diskussion zur Positionierung Österreichs in jenen Weltraumaktivitäten notwendig, die über Forschung/Entwicklung/Innovation hinausgehen. Dies betrifft die im mittelfristigen Finanzrahmen vorgeschlagenen Weltraumprogramme im Bereich Forschung / Entwicklung (Horizont 2020) und Betrieb (Galileo und Erdbeobachtung / Global Monitoring for Environment and Security).

Die Strategie wird als Grundsatzdokument den Handlungsspielraum des BMVIT bis 2020 anleiten, insbesondere auch eine Grundlage für die österreichischen Positionierungen in den bevorstehenden programmatischen Entscheidungen darstellen. Weiters enthält die Strategie Orientierung für Akzente bei der Nutzung der Anwendungen der Satellitentechnologien in Österreich, sowie erste Positionierungen in den Betriebsphasen der großen Weltraumprogramme Galileo und Erdbeobachtung.

Kompetenzatlas "Austrian Technology in Space"

Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie publizierte einen Kompetenzüberblick über "Austrian Technology in Space".

52 Unternehmen und 25 Forschungsinstitute sind darin mit ihren Kompetenzen, Forschungsfeldern, Produkten und Dienstleistungen vertreten. Der Umfang unterstreicht die in den letzten Jahren stark gestiegene Bedeutung der österreichischen Space Community. Erstmals werden die herausragenden technologischen Kompetenzen der österreichischen Weltraumindustrie und -forschung umfassend dargestellt und einem interessierten nationalen und internationalen Publikum in ihrer ganzen Breite vorgestellt. Damit wird ein wichtiges Instrument geschaffen, um die österreichischen Leistungen auf diesem High-Tech-Gebiet für eine weitere und tiefergehende internationale Vernetzung zu nützen. Der Kompetenzatlas ist als Broschüre und als Webapplikation verfügbar

Eine Print-Version ist kostenlos erhältlich bei:
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Abteilung III/I 6 Weltaumangelegenheiten
E-Mail: i6@bmvit.gv.at

Evaluierung des Europäischen Instituts für Weltraumpolitik - ESPI

Im Rahmen dieser Evaluierung wurden die Entstehung und die Entwicklung von ESPI als "Europäisches" Institut für Weltraumpolitik in Wien mit Hilfe einer Mehrebenenanalyse untersucht. Im Mittelpunkt standen dabei die Ziele und Aktivitätsfelder des Instituts sowie dessen Nutzen für und Einfluss auf nationale und internationale Experten und Entscheidungsträger. Die mit diesem Ansatz verbundenen methodologischen Herausforderungen, insbesondere hinsichtlich der Messbarkeit von mittel- bzw. langfristiger Politikbeeinflussung, werden in diesem Bericht ebenso diskutiert. Die Evaluierung wurde von der KMU Forschung Austria im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie durchgeführt.

Beschlusslage der EU-Weltraumpolitik und ihre Bedeutung für Österreich

Das European Space Policy Institute verfasste eine Darstellung und Analyse der aktuellen Beschlusslage zur EU-Weltraumpolitik und deren Bedeutung für Österreich. Anhand von politisch relevanten Themenfeldern, wie Sicherheit, Umwelt, Energie, Ressourcen und Mobilität wird die Bedeutung verschiedener Weltraumanwendungen beleuchtet. Dadurch sollen Nutzen und Potenzial der Raumfahrt für die moderne Gesellschaft und verschiedene Politik-bereiche hervorgehoben werden. Der Vertrag von Lissabon definiert die Rolle und Kompetenz der EU im Raumfahrtbereich, indem die Union nunmehr zusammen mit ihren Mitgliedsstaaten die Aufgabe hat, eine Weltraumpolitik zu erarbeiten und Weltraumprogramme aufzustellen.

Weltraumgesetz

Bundesgesetz über die Genehmigung von Weltraumaktivitäten und die Einrichtung eines Weltraumregisters

Mit der Schaffung eines eigenen Weltraumgesetzes wird Rechtskonformität mit den internationalen Verträgen hergestellt und vermieden, dass es durch unbewilligte österreichische Weltraumgegenstände zu Schadens- und damit verbundenen Haftungsfällen kommt. Während früher Weltraumaktivitäten vor allem von Staaten durchgeführt wurden, sind heute zunehmend private und kommerzielle Einrichtungen in diesem Bereich tätig. Nach der bisherigen österreichischen Rechtslage sind nichtstaatliche Einrichtungen nicht verpflichtet, ihre Weltraumaktivitäten der Republik bekannt zu machen. Daher wird durch das Weltraumgesetz eine Genehmigungspflicht der Republik festgesetzt.

Es ist nach dem Weltraumregistrierungsübereinkommen 1975 erforderlich, ein nationales Register zu schaffen, in welchem Weltraumobjekte registriert werden. Diese Verpflichtung wird mit der Schaffung eines nationalen Registers umgesetzt. Nach dem Weltraumvertrag 1967 haftet Österreich als Startstaat (Startstaat ist u.a. der Staat, der den Start eines Weltraumgegenstandes durchführen lässt) für Schäden, die durch seinen Weltraumgegenstand anderen Vertragsstaaten oder deren natürlichen oder juristischen Personen zugefügt werden. Für Schäden auf der Erde oder an Luftfahrzeugen im Flug ist diese sogar verschuldensunabhängig. Diese Verpflichtung wird durch das Weltraumgesetz umgesetzt.

Österreichische Weltraumindustrie und -forschung: Datenbank der Marktteilnehmer

Ziel der Studie "Österreichische Weltraumindustrie und -forschung: Datenbank der Marktteilnehmer" ist die Erfassung und Beschreibung der Marktteilnehmer der österreichischen Weltraumindustrie und -forschung. Die Erhebung fand zwischen März 2010 und Februar 2011 statt.

Im Zuge der Erhebungen wurden 114 österreichische Organisationen identifiziert, die im Bereich Weltraum tätig sind. Von diesen nahmen 74 an der Fragebogenerhebung teil, was einer Rücklaufquote von 65% entspricht. Die Hochrechnung auf alle Organisationen, die bei der Befragung angaben, im Weltraum tätig zu sein, ergab für Österreichs Weltraumindustrie und -forschung ein Gesamtvolumen von 125 Millionen Euro und einen MitarbeiterInnstand von 934. Alle folgenden Aussagen beziehen sich auf die 44 Unternehmen und 30 Forschungsinstitute, die an der Erhebung teilgenommen haben.

Evaluierung der BMVIT-Raumfahrtaktivitäten 2002-2006

Die Prognos AG wurde Mitte Oktober 2007 durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) beauftragt, die österreichischen Beteiligung an den ESA - Wahlprogrammen, am österreichischen Weltraumprogramm (ÖWP, bis 2004 geführt unter den Programmen ARTIST und ASAP) sowie an den einschlägigen (das heißt Weltraumfahrt relevanten) Ausschreibungen im 6. Rahmenprogramm der Europäischen Union (EU) zu evaluieren.

Die Evaluierung liefert Erkenntnisse zur Zweckmäßigkeit der Verwendung der in den Jahren 2002 bis 2006 für das österreichische Weltraumprogramm eingesetzten Budgetmittel und Vorschläge zur Verbesserung. Der Abschlussbericht zur Evaluierung des österreichischen Weltraumengagements für den Betrachtungszeitraum 2002 bis 2006 fasst die Ergebnisse aus den unterschiedlichen Analyseperspektiven zusammen, trifft Aussagen zur Effektivität und Effizienz der österreichischen Raumfahrtpolitik und äußert Handlungsempfehlungen an das BMVIT.

Der Endbericht steht Ihnen über folgenden Link als PDF zur Verfügung:

Inhaltlicher Stand: 09.05.2019