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Zahlen, Daten, Fakten

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Automatisiertes Fahren auf der Überholspur
Rechte: bmvit

Wissenswertes zur automatisierten Mobilität in Österreich

Durch die Investitionen im Bereich der automatisierten Mobilität strebt das BMVIT eine Steigerung der Verkehrssicherheit, eine Reduktion der negativen Umweltauswirkungen des Verkehrs und eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, bzw. die Absicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen an.

In erster Linie strebt das BMVIT die Sicherstellung eines verkehrlich sinnvollen und effizienten Einsatzes automatisierter Mobilität sowie die Stärkung der Wettbewerbsposition Österreichs im internationalen Umfeld an. In allererster Linie geht es um lebenswerte öffentliche Räume und die Sicherstellung eines zukunftsfähigen und umweltfreundlichen Mobilitätssystems.

Österreich ist auf dem Gebiet des automatisierten Fahrens und den damit einhergehenden Teilsystemen durch die Expertise der heimischen Wirtschaft, Kompetenzzentren und Forschungseinrichtungen sehr gut aufgestellt. Diese Kompetenzen legen die Basis für automatisiertes Fahren. Derzeit sind in Österreich zahlreiche Unternehmen in der Automobilbranche tätig, die auch das automatisierte Fahren beinhaltet. Etwa ein Drittel dieser Firmen ist in der Steiermark angesiedelt.

Das BMVIT hat deshalb eine Strategie für Automatisiertes Fahren für die kommenden Jahre im Aktionspaket Automatisierte Mobilität festgelegt. In diesem sind 34 Maßnahmen sowie drei Handlungsfelder definiert, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden. Mit rund 65 Millionen Euro unterstützt das BMVIT Aktivitäten im Zeitraum 2019-2022.

Investitionen

Zwischen 2016-2018 investierte das BMVIT bereits rund 20 Millionen Euro, um eine gute Basis für die Entwicklung von automatisiertem Fahren in Österreich zu schaffen. Davon entfallen sind zwischen 2016-2018 auf:

  • 6 Millionen Euro für Technologieförderungen
  • 6 Millionen Euro für Ausschreibung von Testumgebungen mit Vorstudien
  • 5 Millionen Euro für den schnellen Aufbau von Testumgebungen und den damit verbundenen F&E-Projekten
  • 1-3 Millionen Euro für mindestens eine Stiftungsprofessur an österreichische Universitäten
  • 0,3 Millionen Euro für Evaluierungen und Studien
Seit dem Start der BMVIT-Initiative „Automatisiertes Fahren“ (2016) wurden bislang folgende Maßnahmen umgesetzt:
  • Errichtung einer nationalen Kontaktstelle für Automatisiertes Fahren bei der AustriaTech.
  • Etablierung einer Stabstelle zur ganzheitlichen Betrachtung und Koordination des automatisierten Fahrens im BMVIT (Schwerpunkte: Testen ermöglichen, Wirkungen analysieren, öffentliche Hand und Gesellschaft in offenen Dialog einbinden, EU-Vertretung).
  • Etablierung eines interdisziplinären Rates von Expertinnen und Experten zur Evaluierung von Testanträgen und Beratung des BMVIT. Dieser besteht aus Mitglieder aus den Bereichen Verkehrsorganisation, Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Verwaltung.
  • Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen zum Testen auf öffentlichen Straßen durch die Novellierung des KfG (2016), sowie die Erstellung einer Verordnung zum automatisierten Fahren (Version vom 19.12.2016).
  • Laufende Tests auf Österreich Straßen (Autobahnpilot mit Spurhalteassistenz, selbstfahrender Heeres-Lkw und selbstfahrende Minibusse).
  • Start des Aufbaus der ersten Testumgebung Österreichs im Herbst 2017. Mit „ALP.Lab“ (Austrian Light Vehicle Proving Region for Automated Driving) wurde die erste Testumgebung Österreichs in der Steiermark evaluiert und mit dem Aufbau begonnen.
  • Start des Aufbaus einer weiteren Testumgebung - „DigiTrans“ - im Zentralraum Österreich-Nord (Linz – Wels – Steyr) im Frühjahr 2018. DigiTrans fokussiert dabei auf Bedarf und Anwendungsfälle von Nutz- und Sonderfahrzeugen, besonders im Bereich von Logistik-Hubs und auf die gemeinsame Infrastrukturnutzung von Testumgebungen für vollautomatisiertes Fahren.
  • Technologieförderung von F&E-Projekten im Bereich Mobilität der Zukunft, IKT der Zukunft und Sicherheitsforschung.
  • Aufbaus Europas erster Testumgebung für selbstfahrende Züge auf offener Strecke im Burgenland. Ab voraussichtlich Herbst 2018 werden im "Open.RailLab" neue  Eisenbahntechnologien, Eisenbahnkreuzungen er-forscht. Dies soll unter anderem der Unfallprävention dienen.
  • Aufbau und Inbetriebnahme von Leitprojekten mit Bezug auf selbstfahrende Minibusse (Digibus®Austria")  sowie Evaluierung der Wirkung energieeffizienter, vernetzter LKW-Konvois („Connecting Austria“)
  • Durchführung umfassender Wirkungsanalysen, zur ganzheitlichen Betrachtung der Auswirkungen des automatisieren Fahrens auf Systemeffekte
  • Etablierung einer Stiftungsprofessur (BOKU) um die wissenschaftliche Kompetenz im Bereich der Digitalisierung und Automatisierung zu erweitern
  • Vertretung Österreichs auf internationaler Ebene (EU, UNECE,…)
  • Gastgeber des 4. hochrangigen Dialogs zur automatisierten und vernetzten Mobilität im Austausch der Mitgliedsstaaten. Unter dem Motto „Beyond SAE Levels: Towards Safe & Sustainable Mobility“ diskutierten Experten und Expertinnen aller Mitgliedsstaaten, der Europäischen Kommission, aus Industrie- und Konsumentenverbänden und der Forschung über rechtliche, organisatorische und verkehrspo-litische Einführungsperspektive integrierter automatisierter Mobilitätsangebote, wie zum Beispiel Shuttles und Pods.
  • Erstellung des neuen Aktionspakets Automatisierte Mobilität. Mit rund 65 Millionen Euro unterstützt das BMVIT Aktivitäten rund um das automatisierte Fahren im Zeitraum 2019-2022.

Die sichere Einführung automatisierter Fahrzeuge setzt ein umfangreiches Testen dieser neuen Technologie und ihrer Teilsysteme voraus.
Dies soll durch den geförderten Aufbau und Betrieb von Testumgebungen sowie F&E-Leitprojekten ermöglicht werden.



Fundstelle: http://www.bmvit.gv.at/verkehr/automatisiertesFahren/zahlen/index.html
Stand: 14.11.2018