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Sicher Handeln an Eisenbahnkreuzungen

Szenenbild aus dem Verkehrssicherheitsspot "Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen"
Szene aus dem Spot
Rechte: bmvit

Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit), das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) und die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) treten gemeinsam für mehr Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen ein.

Internationaler Tag für mehr Sicherheitsbewusstsein an Eisenbahnkreuzungen

In vielen Ländern liefen daher Programme zur Auflassung von schienengleichen Bahnübergängen und zur Verbesserung der Sicherungseinrichtungen und der Erkennbarkeit von Eisenbahnkreuzungen. Neben verstärkten Kontrollen waren aber auch bewusstseinsbildene Maßnahmen zur Reduzierung der Unfälle an Bahnübergängen notwendig. Aus diesem Grund organisierten Straße und Schiene in über 45 Ländern weltweit am 9. Juni 2011 gemeinsam den International Level Crossing Awareness Day (ILCAD).

Eisenbahnkreuzungsunfälle in Österreich im Jahr 2010

2010 ereigneten sich 109 Unfälle auf Eisenbahnkreuzungen im Schienennetz der ÖBB, davon 46 auf technisch gesicherten Bahnübergängen (Lichtzeichen- oder Schrankenanlage). 35 Personen erlitten leichte Verletzungen, 11 Personen wurden schwer verletzt und 11 getötet.

Praktisch alle Unfälle auf Eisenbahnkreuzungen werden von Straßenverkehrsteilnehmern und -teilnehmerinnen verursacht, die rote Ampeln, Stopptafeln, Schrankenanlagen und grundlegende Verkehrsregeln nicht beachten. Sehr häufig sind Personen in diese Unfälle verwickelt, die in der Nähe eines Bahnüberganges wohnen oder diesen regelmäßig benutzen. Der Grund: Gerade diese Personen werden mit der Zeit unvorsichtiger oder glauben, den Fahrplan ohnehin zu kennen.

bmvit und ÖBB investieren laufend in noch mehr Sicherheit

"2010 investierte die ÖBB-Infrastruktur AG aus dem Rahmenplan des bmvit rund 25 Millionen Euro in die technische Sicherung und Auflassung von Eisenbahnkreuzungen", so Andreas Matthä, Vorstand der ÖBB-Infrastruktur AG. "In den letzten Jahrzehnten wurde im Schienennetz der ÖBB die Anzahl der Eisenbahnkreuzungen mehr als halbiert - von 10.700 im Jahr 1960 auf 3.991 Ende 2010 - und sie werden auch weiterhin reduziert. Auf der Schnittstelle zwischen Straße und Schiene geht es um ein vernünftiges Miteinander, deshalb setzen wir auch verstärkt auf bewusstseinsbildende Maßnahmen insbesonders bei Schülerinnen, Schülern, Jugendlichen, Fahranfängerinnen und Fahranfängern. Der unterschiedliche Bremsweg - ein Auto benötigt bei einer Geschwindigkeit von 100 Kilometer in der Stunde (km/h) ungefähr 130 Meter zum Anhalten, ein Zug ist tausendfach schwerer und kann daher bis zum Stillstand einen Kilometer benötigen - zeigt deutlich, wie wichtig die Aufmerksamkeit und die Beachtung der Verkehrsregeln für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer ist."

Unachtsamkeit und Fehlverhalten enden tödlich

Erhebungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) haben gezeigt, dass jede/jeder dritte Autofahrer/Autofahrerin Bahnübergänge auch bei geschlossenem Halbschranken queren würde, bei rotem Lichtsignal sogar jede/jeder Zweite. Die beste technische Sicherung nützt aber nichts, wenn Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer sie nicht beachten. Das Missachten von Warnsignalen und technischen Sicherungsmaßnahmen kann tödlich enden. Bewusstseinsbildende Aktionen sind deshalb sehr wichtig, um Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auf die Gefahren von Unachtsamkeit und Fehlverhalten an Eisenbahnkreuzungen aufmerksam zu machen. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass verstärkte Kontrollen mithilfe automatisierter Videokameras dazu beitragen, dass Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer ihr Verhalten an Eisenbahnkreuzungen überdenken. Das bmvit ermöglichte die Verwendung solcher Videokameras durch eine Gesetzesinitiative zum Eisenbahngesetz, die im Frühjahr 2010 beschlossen wurde.

Video zur Aktion

Im Rahmen der Aktion zeigt ein Video sehr drastisch die Gefahr von Eisenbahnkreuzungen. In diesem Spot steht ein Mann im Mittelpunkt, der in allen Situationen im letzten Moment durch die Tür oder Absperrung schlüpft. An einer Eisenbahnkreuzung umfährt er mit seinem Motorroller die Schranken und wird vom Zug erfasst.



Fundstelle: http://www.bmvit.gv.at/verkehr/eisenbahn/sicherheit/bahnuebergaenge/sicherhandeln/sicherhandeln.html
Stand: 22.08.2016