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Umgebungslärm: strategische Lärmkarten

eine Karte Österreichs und der Schriftzug "Lärminfo"
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Rechte: BMLFUW

Umsetzung der Richtlinie 2002/49/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm

Die Richtlinie 2002/49/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Juni 2002 über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm ist von sämtlichen Mitgliedstaaten, somit auch von Österreich, umzusetzen. Gemäß dieser Richtlinie müssen die Mitgliedstaaten Grundlagen für die Weiterentwicklung und Ergänzung der Maßnahmen in Bezug auf Lärmemissionen aus den wichtigsten Lärmquellen - Straßen- und Schienenverkehr, ziviler Flugverkehr, bestimmte industrielle Anlagen - schaffen. In diesem Zusammenhang ist die örtliche Lärmsituation im Bereich einzelner Verkehrsträger in strategischen Lärmkarten darzustellen und die Möglichkeit für Lärmminderungsmaßnahmen oder Ruheerhaltungsmaßnahmen in Form von Aktionsplänen aufzuzeigen, welche der Öffentlichkeit in geeigneter Form zur Abgabe von Stellungnahmen zugänglich zu machen sind. In weiterer Folge haben die Mitgliedstaaten der Europäischen Kommission über die Lärmsituation zu berichten und die Aktionspläne zu übermitteln.

Das Bundesgesetz über die Erfassung von Umgebungslärm und über die Planung von Lärmminderungsmaßnahmen (Bundes-Umgebungslärmschutzgesetz (Bundes-LärmG)) legt die Vorgangsweise hinsichtlich der Immissionen durch Umgebungslärm aus dem Straßenverkehr, dem Eisenbahn- und zivilen Flugverkehr fest, um nach Erhebung der aktuellen Lärmsituation ein Konzept für die Planung von Lärmminderungsmaßnahmen zu erarbeiten (Aktionspläne). In den strategischen Lärmkarten, welche in den Zuständigkeitsbereich des Bundes fallen, werden in der 2. Stufe der Umgebungslärm-Aktionsplanung (2012) die Immissionen im Bereich

  • der Hauptverkehrsstraßen des Bundes (Autobahnen und Schnellstraßen) mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als drei Millionen Kraftfahrzeugen pro Kalenderjahr,
  • der Haupteisenbahnstrecken mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als 30.000 Zügen pro Kalenderjahr sowie von Schienenstrecken in Ballungsräumen und
  • der Flughäfen Wien, Linz, Graz, Klagenfurt, Salzburg und Innsbruck

ausgewiesen. Diese strategischen Lärmkarten dienen der Information der Öffentlichkeit und bilden in weiterer Folge die Grundlage für die Umgebungslärm-Aktionsplanung.

Die in den Zuständigkeitsbereich des Bundesministers für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) fallenden strategischen Lärmkarten befinden sich auf der Internetplattform Umgebungslärm des BMLFUW.



Fundstelle: http://www.bmvit.gv.at/verkehr/eisenbahn/verkehrslaerm/umgebungslaerm/umgebungslaerm.html
Stand: 05.06.2013