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Aktionspaket zur Förderung der Elektromobilität

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So wird die neue E-Nummerntafel aussehen
Rechte: bmvit

Das bmvit fördert, aufbauend auf den erfolgreichen E-Mobilitätsinitiativen des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) und bmvit im Klima- und Energiefonds, im klimaaktiv mobil Programm und bei der Umweltförderung im Inland, gemeinsam mit dem BMLFUW, den Autoimporteuren sowie den Zweiradimporteuren mit dem Aktionspaket zur Förderung der Elektromobilität die Beschleunigung der Markteinführung der Elektromobilität in Österreich. Die Förderung richtet sich gleichermaßen an den betrieblichen, kommunalen und privaten Bereich.

Der Kauf von privaten Personenkraftwagen, die ausschließlich mit Elektroantrieb oder einem Brennstoffzellenantrieb ausgestattet sind, wird mit 4.000 Euro gefördert –Plug-in Hybride mit 1.500 Euro. Diese Beträge setzen sich aus einem Bundesanteil von 2.500 Euro pro Fahrzeug für Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge und einem E-Mobilitätsbonusanteil in der Höhe von 1.500 Euro der Automobilbranche zusammen. Bei Plug-In Hybriden teilt sich die Fördersumme zu je 750 Euro auf Bund und Automobilbranche auf.

Informationen zu den Förderungen finden sich im bmvit-Faktenblatt.

FAQs "Aktionspaket zur Förderung der Elektromobilität mit erneuerbarer Energie in Österreich"

Ab wann gilt die Förderung und wo bekomme ich detaillierte Informationen?

  • Informationen zu den einzelnen Förderungsmöglichkeiten sind auf der Webpage www.umweltfoerderung.at zu finden. Die Registrierung beziehungsweise Antragstellung erfolgt seit 1. März 2017 über diese Webpage. Für die Antragstellung zur Auszahlung des Bundesanteils der Förderung muss die Rechnung einige Formalkriterien erfüllen. Grundsätzlich haben alle Rechnungen ab 1. Jänner 2017 diese formalen Voraussetzungen zu erfüllen.
  • Die Förderung gilt für Fahrzeuge, die ab 1. Jänner 2017 (Rechnungsdatum) gekauft wurden.

Kann die Förderung mit weiteren Förderungen (beispielsweise von Landes- oder Gemeindeebene) kombiniert werden?

  • Aus Bundessicht gibt es grundsätzlich die Möglichkeit einer Kombination der Förderungen, sofern die maximalen Höchstgrenzen gemäß Förderrichtlinie nicht überschritten werden.

Wird auch der Privatkauf von E-Gebrauchtfahrzeugen gefördert?

  • Nein, bei dem Paket zur Förderung von Elektromobilität handelt es sich um eine Neufahrzeugförderung. Gebrauchte Fahrzeuge sind folglich nicht inbegriffen, nur Neufahrzeuge mit einem Kaufdatum ab dem 1. Jänner 2017 können gefördert werden. Eine rückwirkende Beantragung ist daher nicht möglich.

Gibt es Fördermöglichkeiten für Betriebe, Gemeinden und Vereine?

  • Ja, Betriebe, Gebietskörperschaften und Vereine werden beim Ankauf von E-Fahrzeugen ebenfalls unterstützt: Sie werden mit 3.000 Euro für Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb beziehungsweise 1.500 Euro bei Plug-in Hybriden gefördert. Darüber hinaus gibt es auch Förderungen für weitere Fahrzeugklassen, wie zum Beispiel E-Nutzfahrzeuge oder E-Busse.

Wie lange kann ich um eine Förderung für E-Fahrzeuge ansuchen?

  • Die Förderung läuft von 1. März 2017 bis Ende 2018. Insgesamt können mit dem Paket voraussichtlich rund 16.000 zusätzliche E-Autos auf die Straße gebracht werden. Die konkrete Anzahl der Förderfälle hängt beispielsweise auch vom Verhältnis rein elektrische Fahrzeuge zu Plug-In Hybride ab, da hier unterschiedliche Fördersätze zur Anwendung kommen. Informationen über das noch vorhandene Förderbudget sind bei der Förderstelle jederzeit abrufbar.

Welche Möglichkeiten bietet das Maßnahmenpaket - neben der Anschaffung von E-Fahrzeugen - noch?

  • Mit dem E-Mobilitätspaket werden auch Anreize zum Ausbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur gesetzt. Der Bau von öffentlich zugänglichen Schnellladestationen wird mit bis zu 10.000 Euro pro Ladestation gefördert. Für Privatpersonen steht, als Bonus zum Kauf von Elektroautos, eine Förderung von 200 Euro für die Anschaffung einer Wallbox (bis 22 Kilowatt) oder eines intelligenten Ladekabels zur Verfügung. Darüber hinaus wird auch der Ausbau der E-Ladeinfrastruktur an Bahnhöfen und Autobahnen durch ÖBB und ASFINAG vorangetrieben.

Wie wird die kommunale Ebene durch das E-Mobilitätspaket unterstützt?

  • Das präsentierte E-Mobilitätspaket setzt einen Schwerpunkt auf Ankaufförderungen und den Ausbau der Ladeinfrastruktur, um die derzeit noch vorhandenen Herausforderungen bezüglich Preis und Reichweite sinnvoll anzugehen. Ergänzende Anreize wie beispielsweise gratis Parken können – für einen Übergangszeitraum – einen wichtigen Anreiz darstellen. Es liegt im Wirkungsbereich der Kommunen, über die Einführung solcher Anreize zu entscheiden und lokal sinnvolle Möglichkeiten zu finden. Mit einer neu gestalteten Nummerntafel für reine E-Fahrzeuge gibt das Verkehrsministerium den Kommunen die Möglichkeit, Vorteile möglichst einfach zu gewähren.

Welche Fahrzeugtypen zählen zu den Elektrofahrzeugen und inkludiert das E-Mobilitätspaket auch Wasserstofffahrzeuge?

  • Zu Elektrofahrzeugen zählen: BEV (rein batterieelektrisch betrieben), PHEV (Plug-In Hybride), REEV (Elektrofahrzeuge mit verlängerter Reichweite), REX (Range Extender) und FCEV (Brennstoffzellenfahrzeuge). Die Förderung steht grundsätzlich für diese Fahrzeuge offen, es gibt jedoch einige Förderkriterien zu beachten. Eine genaue Liste der Fahrzeugmodelle steht ab 1. Jänner 2017 zur Orientierung für den Förderwerber zur Verfügung. Die neue Nummerntafel können nur BEV und FCEV (also Zero-Emission Fahrzeuge) nutzen, es besteht jedoch kein Zwang zur Nutzung.

Werden auch E-Zweiräder gefördert?

  • Ja, das große E-Mobilitätspaket beinhaltet auch eine Förderung für E-Mopeds und E-Motorräder. Neben der Förderung des Verkehrs- und Umweltministeriums von bis zu 375 Euro (Bundesanteil) wird der Kauf eines E-Mopeds oder eines E-Motorrads seit dem 1. Jänner 2017 vom jeweiligen Importeur mit 375 Euro zusätzlich unterstützt. Somit kann um bis zu 750 Euro angesucht werden.
    E-Räder, die schneller als 25 km/h fahren und eine Motorleistung von über 600 Watt haben, gelten rechtlich als Moped und sind somit auch förderbar. Der Bundesanteil kann online ebenfalls seit dem 1. März 2017 nach Kauf eines E-Mopeds oder E-Motorrades und Abzug des E-Bonusanteils des Zweiradimporteurs (Rechnungsdatum ab 1. Jänner 2017), via www.umweltfoerderung.at, beantragt werden.

Im E-Mobilitätspaket wird von farbigen Nummerntafeln gesprochen. Was heißt das genau und welche Vorteile kann ich daraus ziehen?

  • Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen werden an den Ausbau der Elektromobilität angepasst. Mit eigenen Nummerntafeln (statt den normalerweise schwarzen Ziffern und Buchstaben werden grüne auf weißem Grund eingesetzt) werden rein elektrisch betriebene Fahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge auf einen Blick erkennbar sein. Damit können Länder, Städte und Gemeinden einfach und schnell zusätzliche Anreize schaffen.
  • Eine Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) ermöglicht in Zukunft Ausnahmen vom Halte- und Parkverbot für E-Fahrzeuge während des Ladens. Mit einer einheitlichen Zusatztafel, auf der ein Ladekabel abgebildet ist, können diese Ausnahmen für E-Fahrzeuge unkompliziert eingerichtet werden. So können zum Beispiel auch eigene Parkplätze für E-Autos geschaffen und die Einhaltung einfach kontrolliert werden.
  • Die neuen Nummerntafeln werden mit 1. April 2017 eingeführt und können bei der Zulassungsstelle ausgetauscht werden. Die Kosten für die Kennzeichen sind 21 Euro. Als Wechselkennzeichen ist eine E-Kennzeichentafel nur möglich, wenn beide Fahrzeuge rein elektrisch betriebene Fahrzeuge oder Brennstoffzellenfahrzeuge sind.

Kann ich im Rahmen des E-Mobilitätspakets eine Förderung für eine private Ladeinfrastruktur bekommen?

  • Wallboxes beziehungsweise intelligente Ladeinfrastruktur sind Teil des Pakets.

Plug-In Hybrid Fahrzeuge sind von Förderung ausgeschlossen, warum?

Es sind lediglich Diesel Plug-In Hybridfahrzeuge von der Förderung ausgeschlossen. Hintergrund dafür ist, dass Dieselmotoren eine höhere Schadstoffbelastung als Benzinmotoren verursachen. Dieselabgase sind zu einem beträchtlichen Teil für die hohe Feinstaubbelastung verantwortlich.



Fundstelle: http://www.bmvit.gv.at/verkehr/elektromobilitaet/foerderungen/aktionspaket/aktionspaket.html
Stand: 28.02.2017