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Alpenquerender Güterverkehr 2015

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Alpenbogen
Rechte: bmvit

Der alpenquerende Güterverkehr ist, nicht nur für Österreich, von besonderer Bedeutung. Der Alpenraum ist ein ökologisch besonders sensibles Gebiet, wo ein spezielles Augenmerk auf die Auswirkungen des Verkehrs gerichtet werden muss, um eine funktionierende Umwelt in diesem Bereich sicherzustellen. Die Wichtigkeit der Alpen(transit-)routen für die wirtschaftlichen sowie sozialen Verflechtungen in Europa spiegelt das hohe europäische und politische Interesse wider. Weiters handelt es sich bei dem Großteil der Fahrten um Transitverkehre, welche für die Bevölkerung in den Gebieten keinen direkten Nutzen darstellen. Auch vor dem Hintergrund von Verlagerungszielen ist die kontinuierliche Beobachtung der Verkehrsentwicklung in den Alpenregionen unerlässlich. Aufgrund dessen werden regelmäßig umfassende Informationen und Daten über diese Verkehre vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) bereitgestellt.

Im Jahr 2015 wurde eine neuerliche Erhebung zum alpenquerenden Güterverkehr in Österreich durchgeführt. Wie schon bei den Erhebungen in den Jahren 1994, 1999, 2004 und 2009 erfolgte dies in enger Zusammenarbeit mit der Schweiz und Frankreich, so dass für den gesamten Alpenbogen von Ventimiglia bis zum Wechsel vergleichbare Daten zur Verfügung stehen. Die Erhebung umfasste alle landgebundenen Verkehrsträger, das heißt es wurden Daten

  • zum Straßenverkehr
  • zum unbegleiteten Kombiverkehr (UKV)
  • zum begleiteten Kombiverkehr (ROLA) und
  • zum Wagenladungsverkehr (WLV) erhoben.

In Österreich gibt es sechs Alpenübergänge die über den Alpenhauptkamm führen und für den Güterverkehr von besonderer Bedeutung sind (Brenner, Reschenpass, Schoberpass, Semmering, Tauern, Wechsel). Transporte sowohl per Lkw und Bahn werden über fünf dieser Alpenübergänge (Brenner, Schoberpass, Semmering, Tauern, Wechsel) abgewickelt, wobei am Übergang Wechsel aufgrund des geringen Aufkommens die Schiene nicht extra erhoben wurde). Über  den Alpenübergang Reschenpass wird nur per Lkw transportiert.

Im Jahr 2015 wurden insgesamt 126,6 Millionen Tonnen (Mio. t) Güter über die österreichischen Alpen transportiert – davon etwa 33 % auf der Schiene und 67 % auf der Straße. Der bedeutendste Alpenübergang ist dabei der Brenner mit 46,2 Mio. t, wovon 32,4 Mio. t (ca. 70 %) auf der Straße befördert wurden.

Die Schienengüterverkehrsdaten zu den Marktsegmenten Wagenladungs- und unbegleiteten Kombiverkehr im Bahngüterverkehr stammen aus den Datenbeständen der Rail Cargo Austria und einer Sonderauswertung der Statistik Austria zum allgemeinen Schienengüterverkehr. Die Daten an den Terminals der Rollenden Landstraße wurden mittels Interviews bzw. Fragebögen durchgeführt. Beim Straßengüterverkehr wurden die Daten per Interviews (an manchen Querschnitten inkl. begleitender Verkehrszählungen) und Auswertungen aus der elektronischen Maut der ASFINAG erhoben.

Verfügbarkeit der Publikation

Am Ende dieses Beitrags haben Sie die Möglichkeit den Egenbnisbericht "Alpenquerender Güterverkehr in Österreich 2015 (CAFT15)" kostenlos herunterzuladen.
Unter den weiterführenden LINKS finden Sie detailliertere Infomationen zu den einzelnen Verkehrsträgern sowie zum Modal-Split.
Unter den Links CAFT15 (Schiene) und CAFT15 (Straße) haben Sie auch die Möglichkeit Informationen zu den einzelnen Querschnitten, welche dem Gesamtbericht entnommen wurden, herunterzuladen.



Fundstelle: http://www.bmvit.gv.at/verkehr/gesamtverkehr/statistik/aqgv_15/index.html
Stand: 04.12.2017