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"Sanfte" (= umweltverträgliche und sichere) Mobilität im Tourismus

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Berg im Winter
Rechte: Elisabeth Maier / bmvit

Ausgangslage und Handlungsbedarf des BMVIT

Der Tourismus stellt in Österreich einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar: Mit im Jahr 2016 rund 41,5 Millionen Gästeankünften und 140,9 Millionen Gästenächtigungen in Österreich (davon rund 38 Mio. von Gästen aus dem Inland und 102,9 Millionen von ausländischen Gästen) beliefen sich die direkten Wertschöpfungseffekte des Tourismus auf rund 20 Milliarden Euro (vorläufige Zahlen, im Jahr 2015 18,9 Milliarden Euro). Damit wurden 5,6 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) erwirtschaftet. Im Jahr 2015 waren im Tourismus 337.400 Menschen beschäftigt (rund 7,5 Prozent aller Beschäftigten in Österreich).

(Quelle: Statistik Austria)

Eine von Statistik Austria durchgeführte Erhebung zu den Urlaubsreisen der Österreicherinnen und Österreicher im Jahr 2017 zeigt folgende Verkehrsmittelwahl:

Urlaubsreisen im Jahr 2017 nach verwendetem Verkehrsmittel (insgesamt, mindestens eine Übernachtung)
VerkehrsmittelAusland in TausendAusland in ProzentInland in TausendInland in ProzentInsgesamt in TausendInsgesamt in Prozent
Flugzeug3.250,9388,50,13.259,417,9
Schiff19,30,20,9020,30,1
Zug554,96,51.379,714,31.934,610,6
Bus, Reisebus804,19,4378,63,91.182,76,5
Personenkraftwagen3.803,944,47.783,480,411.587,363,5
Sonstiges Verkehrsmittel124,71,5130,91,4255,61,4
Insgesamt8.557,81009.682,110018.239,9100

(Quelle: Statistik Austria , Broschüre Urlaubs- und Geschäftsreisen)

Die Tabelle zeigt einen Bahnanteil von 14,3 Prozent bei Inlandsreisen und von 6,5 Prozent bei. Auslandsreisen. Auch europaweit hat der touristische Verkehr negative ökologische Auswirkungen, da Flugzeuge und eigene Personenkraftwagen (Pkw) die Hauptverkehrsmittel im Tourismus sind.

Eine Urlaubsreise von Mittel- und Norddeutschland in die österreichischen Alpen oder von Wien nach Vorarlberg entspricht mit Hin- und Rückfahrt (insgesamt rund 1.500 Kilometer) schon über 10 Prozent der durchschnittlichen Jahresfahrleistung von Personenkraftwagen (Pkw) in Österreich 2013 rund 13.100 km; und in Deutschland im Jahr 2016 rund 14.000 km.

(Quellen: Verkehrsclub Österreich (VCÖ) 2014 und das Kraftfahrt-Bundesamt)

Das bedeutet auch einen annähernd so großen Anteil an den verursachten Emissionen. Neben den Treibhausgasen sind auch die klassischen Luftschadstoffe wie Stickoxide, Kohlenwasserstoffe und Feinstaub gesundheits- und umweltgefährdende Emissionen des Kraftfahrzeugverkehrs.

Auch aus Verkehrssicherheitsgründen ist eine Verlagerung des touristischen Verkehrs vom Pkw zur Bahn und zu Bussen anzustreben. Eine Langzeitstudie der Deutschen Allianz pro Schiene für den Zeitraum 2007 – 2016 zeigt für Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer (bezogen auf Personenkilometer) im Pkw-Verkehr ein mehr als 125 mal größeres Risiko zu verunglücken als mit der Bahn. (Quelle: Allianz pro Schiene)

Im BMVIT ist man daher bestrebt, auch den touristischen Verkehr durch geeignete Maßnahmen umweltverträglicher und sicherer zu gestalten.



Fundstelle: http://www.bmvit.gv.at/verkehr/gesamtverkehr/tourismus/sanftemobilitaet/sanftemobilitaet.html
Stand: 06.08.2018