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Verkehrsmodell

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Rechte: ASFINAG, BMVIT, ÖBB

Das Verkehrsmodell Österreich (VMÖ) wird gemeinsam von BMVIT, ASFINAG und ÖBB-INFRA getragen. Das Tool dient der Ermittlung valider Mengengerüste als Grundlage für die Dimensionierung der hochrangigen Verkehrsinfrastruktur für Schiene und Straße. Mit der Implementierung des Neuen Verkehrsmodell Österreich kommt zusätzlich die Schaffung einer Grundlage für eine konsistente Bestands-Güterverkehrsstatistik hinzu.

Das derzeit vorliegende Verkehrsmodell Österreich wurde seit der Erstellung der Verkehrsprognose Österreich 2025+ nicht aktualisiert oder weiter entwickelt. Mit den Vorbereitungen für die nächste Verkehrsprognose Österreich wurde in enger Abstimmung mit den Auftraggebern eine Pilotstudie mit folgenden Hauptaufgaben durchgeführt:

  • Analyse/ Synthese der Anforderungen der Auftraggeber BMVIT, ASFINAG und ÖBB-INFRA sowie weiterer potentieller künftiger Anwender des Verkehrsmodell Österreich
  • Analyse der Rahmenbedingungen (Datenverfügbarkeit, Modellanwendungen etc.)
  • Erarbeitung von Vorschlägen samt Bewertung möglicher Modellansätze
  • Konzeption des Gesamtmodells samt Konzept, Zeitplan und Kostenschätzung für die Umsetzung
  • Unterstützung bei der Erstellung der Leistungsbeschreibung für die Vergabe


Grundanforderungen waren die Entwicklung eines maßnahmensensitiven Modellsystems, das langfristig nutzbar und adaptierbar ist, hohe Akzeptanz in der Fachwelt erreicht, methodisch belastbar und transparent ist und auf Seiten der Auftraggeber angewendet werden kann.

Folgend sind einige wesentliche Ergebnisse der Pilotstudie aufgelistet, die im Abschnitt Methodischer Modellansatz etwas weiter ausgeführt werden:

  • Die Modell-Neuerstellung ist einer Weiterentwicklung des bestehenden VMÖ vorzuziehen
  • Im Personenverkehr ist eine zunehmende Varianz im Verkehrsverhalten der Bevölkerung feststellbar bzw. in Zukunft zu erwarten. Deshalb Modellierung
    • des Verkehrsverhalten von Einzelpersonen im Gegensatz zu Personengruppen
    • von Wegeketten im Gegensatz zu Einzelwegen
    • von 5 grundlegenden Entscheidungen (wie viele Wege, von wo nach wo, mit welcher Verkehrsmittelkombination, über welche Routen, zu welcher Tageszeit)
    • Modellierung intermodaler Wege, Fokus auf P+R
  • Das Entscheidungsverhalten im Güterverkehr ist komplex, die Entscheidungen entlang des Transports werden von unterschiedlichen Personen getroffen. Deshalb Modellierung:
    • von Transportketten über alle Verkehrsträger inklusive unterschiedlicher Fahrzeuggrößen/ Zugklassen
    • von Sendungsgrößen
    • der logistischen Entscheidungen inkl. Logistikzentren und Terminalkapazitäten
  • Trade-Off zwischen Abbildungsgenauigkeit (z.B. Exaktheit der Ein- und Aussteiger an einer Haltestelle) und Prognosefähigkeit (Modellsensitivität auf einzelne Maßnahmen) muss Rechnung getragen werden
  • Modularer Aufbau und Erweiterbarkeit des Modells für bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Elemente und Methoden (z.B. Thema Komfort)
  • Transparenz der Modellqualität ist wichtig, Beschreibung der Qualität unter anderem durch Gütemaße.


Fundstelle: http://www.bmvit.gv.at/verkehr/gesamtverkehr/verkehrsmodell/index.html
Stand: 25.06.2019