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Auswirkungen von Autobahnausbauten auf die Verkehrssicherheit

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Titelbild
Rechte: bmvit

Band 011

Autor: Florian Strohmayer

Über den Inhalt

Das Projekt „Auswirkungen von Autobahnausbauten auf die Verkehrssicherheit‚ (A3V) beschäftigt sich mit der Frage, welche Auswirkungen der Ausbau einer Autobahn von 2 auf 3 beziehungsweise von 3 auf 4 Fahrstreifen pro Richtungsfahrbahn auf die Verkehrssicherheit hat. Die Verkehrssicherheit wird anhand der Anzahl der Unfälle mit Personenschaden (UPS) sowie der Verletzungsschwere der verunglückten Verkehrsteilnehmer und -teilnehmerinnen beurteilt. Dabei wird das Unfallgeschehen der Jahre 2007 bis 2009 analysiert. Besondere Berücksichtigung erhalten unterschiedliche Straßenmerkmale (Entwurfs- und Betriebsmerkmale). Für das Projekt werden Strecken des österreichischen Autobahn- und Schnellstraßennetzes ausgewählt, die mit Hilfe einer so genannten „Observational Before-After Study" analysiert werden.

  • Auswertungen nach jahresdurchschnittlichem täglichen Verkehr (JDTV)
    Die Unfallkennzahlen zeigen keinen klaren Trend bei zunehmendem JDTV, die Alleinunfallrate (UPS) sinkt jedoch bei zunehmendem JDTV. Die Auffahrunfallrate (UPS) steigt bei zunehmenden JDTV.
  • Abschnitte mit 1 beziehungsweise 4 Fahrstreifen
    Aufgrund der geringen Stichprobengröße sind bei Abschnitten mit einem beziehungsweise vier Fahrstreifen keine Einschränkungen durch Indikatoren möglich.
  • Abschnitte mit 2 Fahrstreifen
    Die Unfallkennzahlen der zweistreifigen Abschnitte sind bei allen Berechnungsvarianten (das heißt bei zunehmender Einschränkung durch Indikatoren) annähernd gleich.
  • Abschnitte mit 3 Fahrstreifen
    Die Unfallkostenrate (somit auch die Verletzungsschwere) ist auf „geraden und flachen‚ dreistreifigen Strecken bei vorgegebenen 130 Kilometer pro Stunde (km/h) rund 2,3-mal höher als bei vorgegebenen 100 km/h.
  • Unterschiede zwischen 1 und 2 Fahrstreifen
    Bei einem Fahrstreifen sind Unfallraten- und Verunglücktenraten insgesamt deutlich höher (plus 32 Prozent beziehungsweise plus 80 Prozent), Getöteten- und Unfallkostenraten extrem höher (plus 300 Prozent beziehungsweise plus 148 Prozent) als bei zwei Fahrstreifen.
  • Unterschiede zwischen 2 und 3 Fahrstreifen
    Die Unfallkennzahlen zwischen zwei- und dreistreifigen Abschnitten unterscheiden sich grundsätzlich nur gering.
  • Unterschiede zwischen 3 und 4 Fahrstreifen
    Die Wahrscheinlichkeit einen UPS zu haben oder zu verunglücken steigt bei 4 Fahrstreifen (Unfallrate plus 56 Prozent beziehungsweise Verunglücktenrate plus 40 Prozent). Allerdings ist die Verletzungsschwere im Falle eines Unfalls auf einem vierstreifigen Abschnitt geringer (Verunglücktenrate minus 25 Prozent).

Verfügbarkeit des Bandes:



Fundstelle: http://www.bmvit.gv.at/verkehr/strasse/sicherheit/fonds/vsf/11_autobahnausbauten/11_autobahnausbauten.html
Stand: 14.12.2017